020 NegotEmotion Interview Holger Wienpahl

Shownotes

Professionelle Moderation, echte Präsenz und die Kunst, Menschen wirklich zu sehen – mit Holger Wienpahl

Was macht Menschen eigentlich wirklich überzeugend? Ist es die perfekte Formulierung? Die laute Stimme? Schlagfertigkeit? Oder vielleicht etwas ganz anderes?

In dieser besonderen Folge von NegotEmotion spreche ich mit einem Menschen, der seit Jahrzehnten professionell Gespräche führt, Menschen begleitet und Kommunikation nicht nur erklärt – sondern lebt: Zu Gast ist Holger Wienpahl – erfahrener TV-Moderator, Medientrainer und vor allem ein Mensch, der mit beeindruckender Ruhe, Präsenz und echter Zugewandtheit begeistert.

Viele kennen ihn aus dem Fernsehen. Doch in unserem Gespräch geht es nicht um Kameras, Rampenlicht oder perfekte Auftritte.

Es geht um Menschen. Es geht um die Frage, warum gute Moderation viel mehr ist als gutes Sprechen. Holger teilt offen seine Erfahrungen aus Jahrzehnten professioneller Gesprächsführung und zeigt, warum Moderation immer eine Verbindung aus Persönlichkeit und Handwerk ist.

Wir sprechen darüber: 🎙️ warum Zuhören die vielleicht größte Kommunikationskompetenz überhaupt ist 🎙️ weshalb Perfektion manchmal Nähe verhindert 🎙️ wie man souverän bleibt, wenn Gespräche plötzlich kippen 🎙️ warum Pausen oft stärker wirken als Worte 🎙️ was Schlagfertigkeit wirklich bedeutet 🎙️ wie man Gespräche beginnt, die Menschen öffnen 🎙️ was Führungskräfte, Verhandler, Coaches und Unternehmer von professionellen Moderatoren lernen können 🎙️ wie Social Media unsere Kommunikation verändert 🎙️ und weshalb Glück manchmal eine „Überwindungsprämie“ ist

Besonders berührt hat mich ein Gedanke aus unserem Gespräch:

„Persönlichkeit ist die Abwesenheit von Perfektion.“

Ein Satz, der viel verändert. Denn vielleicht geht es im Leben gar nicht darum, möglichst perfekt zu wirken. Vielleicht geht es darum, Menschen wirklich zu sehen. Neugierig zu bleiben. Mutig zu sein. Und präsent.

Diese Folge ist voller praktischer Impulse, sofort umsetzbarer Tipps und Gedanken, die weit über Moderation hinausgehen – hinein in Verhandlungen, Führung, Beziehungen und den Alltag.

Mach es Dir gemütlich.

Und vielleicht hörst Du heute nicht nur zu. Vielleicht hörst Du ein Stück bewusster hin. Viel Freude mit dieser Folge von NegotEmotion. ❤️

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Transkript anzeigen

00:00:00: Manche Menschen betreten einen Raum und plötzlich entsteht Ruhe, Vertrauen und Aufmerksamkeit.

00:00:08: Nicht laut nicht künstlich nicht aufgesetzt sondern durch echte Präsenz.

00:00:14: mein heutiger Gast ist genau so ein Mensch.

00:00:16: Seit Jahrzehnten gehört Holger Wienpal zu den bekanntesten und gleichzeitig angenehmsten Gesichtern des deutschen Fernsehens.

00:00:23: Viele kennen ihn aus der Landesschaurennen Falls, aus dem ARD-Buffet oder aus der Sportschau oder aus einer legendären SWR Sendung Flutlicht.

00:00:31: Doch das spannende an Holger ist aus meiner Sicht etwas anderes!

00:00:35: Er schafft es professionell zu moderieren ohne Menschen kleinzumachen – er wirkt souverän, ohne arrogant zu sein.

00:00:42: Und er hat diese seltene Fähigkeit, dass Gespräche mit ihm nicht wie Interviews wirken sondern wie echte Begegnungen.

00:00:48: Das setzt mich heute übrigens sehr unter Druck.

00:00:51: Vielleicht ist genau das die höchste Form professioneller Kommunikation Denn gute Moderation bedeutet eben Nicht nur sprechen können Es geht um Haltung Um Zuhören Um Timing Um Resonanz Um Aufmerksamkeit und manchmal auch darum das eigene Ego zurückzunehmen damit andere glänzen können.

00:01:08: Heute ist darüber hinaus Medientrainer, Dozent und jemand der seinen Wissen nicht für sich behält sondern weiter gibt.

00:01:14: Ein Mensch mit großer Neugier auf andere Menschen und mit einer wohltuenden Mischung aus journalistischer Präzisionen, Menschlichkeit und Erfahrung.

00:01:22: Dann ist er noch Autor und auch ganz vieles anderes und genau darüber sprechen wir heute im Kern.

00:01:26: was macht professionelle Moderation wirklich aus?

00:01:29: Wie wird man souverän vor Menschen?

00:01:31: Was kann jeder von uns vom TV-Moderator lernen?

00:01:35: für Verhandlungen, Führungen, Business und Alltag.

00:01:38: Und warum sind Authentizität und Präsenz oft stärker als jede perfekte Technik?

00:01:43: Lieber Holger!

00:01:44: Wie schön, dass du da bist!

00:01:46: Ich bin jetzt ganz sprachlos.

00:01:48: erstmal vielen Dank für das schöne Intro.

00:01:50: Christian freue mich auch.

00:01:51: Danke für die Einladung.

00:01:53: Ja sehr gerne, kam auch von Herzen.

00:01:55: Wir kennen uns ja auch schon von der ein oder anderen Begegnung und deswegen vielmehr ist es auch sehr leicht dieses Intro so zu gestalten.

00:02:03: Lass uns mal direkt reingehen in den Menschen hinter dem Moderator!

00:02:07: Du blickst auf eine jahrzehntelange Karriere zurück.

00:02:11: Klingt immer so alt ne?

00:02:15: Was liebst du nach dieser langen Zeit bis heute am

00:02:18: moderieren?!

00:02:20: Ich liebe am moderieren vor allem die Menschen.

00:02:24: Das ist wirklich so.

00:02:25: Moderieren heißt ja nicht nur, es heißt überhaupt nicht sich selbst darzustellen das heißt die anderen in den Mittelpunkt zu stellen.

00:02:32: In moderieren steckt ein bisschen das Wort Moderat drinnen.

00:02:36: ich mag es nicht so ein Lautsprecher zu sein sondern die die Zuhören Die die im Publikum sind die auf der Bühne meine Gäste sind oder die von der Fernsehkamera Meine Gästen sind die in den mittelpunkt zurück.

00:02:49: Und die Neugier auf diese Menschen und diesen Menschen eine schöne Zeit zu bereiten, das treibt mich an.

00:02:55: Das hört nicht auf.

00:02:57: Finde ich total spannend!

00:02:58: Ich mache ja Konfliktmoderationen und in dem Modus fällt mir dann leicht durch die Konzentration den Fokus.

00:03:06: Jetzt wirkst du in meiner Wahrnehmung grundsätzlich sehr präsent und auch gleichzeitig aber halt unaufgeregt?

00:03:13: Ist es jetzt Persönlichkeit oder

00:03:14: trainierbar?!

00:03:16: Ich glaube, das ist auch ein bisschen in mir.

00:03:18: Ich bin wirklich unaufgeregt und das ist ja kein Verdienst!

00:03:22: Ich kann mich nicht erinnern... ...dass ich mal so richtig Lampenfieber gehabt hätte.

00:03:27: Dass ich mal sehr nervös gewesen bin.

00:03:28: Das meine ich gar nicht auf der Bühne oder von der Fernsehkamera.

00:03:31: Klar gab es Momente wo ich da schon ein bisschen aufgeregt war als bei anderen Momenten.

00:03:36: Aber selbst an der Uni beim Studium habe Prüfungen nie als belastend wahrgenommen sondern immer Part of the Game, sagen wir mal so.

00:03:44: Ein Teil des ganzen Spiels.

00:03:46: und das heißt nicht dass ich gute Prüfungen gemacht habe.

00:03:48: Das heißt auch nicht, dass sich jede Bestandennette aber ich hatte nie diese Aufgeregtheit dieses Unsichersein, dieses Nichtschlafen können, dieses Sich verrückt machen.

00:03:56: Ich hab das gehört dazu, das müssen wir machen Und mal gucken was da rauskommt.

00:04:00: und die einzige Kenntnis ist, je besser man sich vorbereitet desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eine Prüfung zu bestehen.

00:04:05: und das ist in mir!

00:04:07: Man kann sagen ohne aufgeregt, manche sagen vielleicht langweilig Ich kann mich nicht so ... weiß ich nicht.

00:04:16: Über viele Dinge, über manche schon und vieles

00:04:18: nicht.".

00:04:19: Ja!

00:04:20: Und finde ich auch spannend, weil es geht ja auch nicht zwingend ums Zurückmachen.

00:04:23: Es ist ja auch mehr so das... Also ich bin ja mehr die Rampensau, da kennst du mich ja auch mittlerweile.

00:04:28: Da unterscheiden wir uns einen Ticken.

00:04:30: Ähm, ich würde sagen, wir haben eine Gemeinsamkeit im Schamanz sein.

00:04:36: Auf einer jeweils andere Weise.

00:04:38: So ein bisschen.

00:04:39: Das

00:04:39: ist ein Wort, der sich sehr oft ... gelesen und gehört habe über mich.

00:04:43: Und ich bin mir immer nie so sicher, ob das genau das ist was ich gerade gesagt habe.

00:04:48: Schamant ist ja auch ein bisschen wie nett.

00:04:52: Ja aber nicht der kleine Puder von Punkt zu Punkt.

00:04:57: Also ich sehe es tatsächlich als ein Kompliment und das sage ich dir auch so und das ist ja grad so unter Jungs wenn man sagt du bist Schamand.

00:05:07: Stutzt mal erstmal so ne?

00:05:09: Aber ich finde trifft dich halt schon.

00:05:12: Also oder nenn es, dass man höflich ist und da wäre auch direkt dieser Punkt.

00:05:17: was bedeutet denn für Dich gute Kommunikation?

00:05:21: Für mich ist Gute-Kommunikation eigentlich auf ein Wort zu begrenzen.

00:05:27: Für mich heißt das Zuhören.

00:05:30: Und Zuhören heißt für mich nicht einfach nur Hinhören sondern Zuhöhren also wirklich genau dem anderen den Raum geben den er oder sie braucht um das zu sagen, was ihm oder ihr wichtig ist.

00:05:45: Und das Zuhören ist deswegen etwas ganz Aktives.

00:05:48: Das heißt wirklich auf die Details und die Feinheiten, auf die Zwischentöne auch achten und daraus entwickeln sich.

00:05:53: dann finde ich für mich jedenfalls wie du sagst nicht mal sehr respektvolle Gespräche gegenseitig.

00:05:58: und das heißt ja nicht Ich muss immer mit dem anderen und der anderen einer Meinung sein und kann auch meine Meinung sagen.

00:06:04: und ich muss hier auch sagen dürfen wenn ich ab und zu höre Dann habe ich die Chance, und das ist für mich auch das, was es so spannend macht.

00:06:11: Für mich diesen Beruf auszuüben, dann kann ich mich weiterentwickeln.

00:06:15: zu hören heißt sich inspirieren lassen können von anderen Gedanken, anderen Perspektiven, von anderen Menschen.

00:06:21: Und das ist ein Privileg.

00:06:24: Das sage ich ohne aufgesetzt wirken zu wollen Ein Privilegg das zu dürfen.

00:06:29: Du kannst das hier nicht wissen aber das ist der Hammer...das was du gerade gesagt hast deckt sich mit einem Interview, das vor deinem erschienen sein wird.

00:06:38: Das ich geführt habe mit dem ehemaligen FBI-Chef Geiselverhandler Gary Nessner der genau gesagt hat the most important thing is to be a good listener.

00:06:53: und er hat auch wortwörtlich gesagt that doesn't mean you have to agree with it was du auch gerade gesagt

00:06:59: hast.

00:07:00: Und ich habe letzte Woche ein Interview geführt mit dem amerikanischen Schauspieler und Trainer des Least-Rasberg Instituts New York, Marcel Simono.

00:07:10: Er ist in Kanadier und der hat auch gesagt als ich gefragt hab erklär doch mal das Method Acting also diese Technik, sich hineinzuweisen usw.

00:07:20: Und er hat eben auch gesagt ja gut neben Relaxation also sich entspannen zu können und Meditation Aspekte To be a good listener und ich finde es so spannend, dass ohne Absprache wirklich gestandene Experten aus unterschiedlichsten Gebieten das als erstes sagen.

00:07:39: Ja,

00:07:39: finde ich jetzt total spannend weil das wusste ich nicht aber es ist für mich extrem wichtig, dass es in dem Job den Ich mache und das hat jetzt nichts mit FBI und Kriminalität auch nicht mit Acting zu tun.

00:07:51: Ich bin kein Schauspieler, ich bin ich und kann mich auch nicht verändern Aber ich finde so wichtig in meinem Job den anderen zu sehen und ihm den Raum zu geben, den er oder sie braucht.

00:08:05: Und es geht nie um mich wenn ich moderiere.

00:08:08: Es geht immer um die andern das heißt nicht unbedingt der Anderes der neben mir steht und ich mache ein Gespräch Ich führe ein Interview Das ist auch der Zuschauer und nicht so sehr um meinen persönlichen Input oder um meine Eitelkeit sondern es geht immer Um die dritten sozusagen Der wir jetzt auch in unserem Gespräch finde ich total schön mich mit dir zu unterhalten.

00:08:26: aber Wir dürfen eigentlich nie vergessen, dass da möglich Menschen zuhören.

00:08:32: Und das ist wie du es auch am Anfang in deiner Einleitung gesagt hast um die geht

00:08:36: Ja und auf der Bühne gilt ja immer der Satz Du bist der unwichtigste Person im Raum Auch wenn du vielleicht gebucht bist für den Vortrag.

00:08:44: Auch wenn's wehtut.

00:08:45: Das ist wirklich für mich persönlich wichtig.

00:08:51: Es hat einen Job.

00:08:53: Moderieren oder Auftritts kann ja auch eine Konferenz sein, oder Meeting sein.

00:08:58: Es geht da nie um den, der referiert wie du sagst.

00:09:01: Die anderen sind wichtig.

00:09:02: die müssen verstehen was ich eigentlich sagen will worum es mir geht.

00:09:05: Worum es jetzt im nächsten Beitrag geht vielleicht auch.

00:09:09: Wenn wir mal vom Talent absehen und natürlich spielt Talent für Moderation eine gewisse Rolle Wie viel Handwerk steckt deiner Meinung nach dahinter?

00:09:19: Moderieren ist Persönlichkeit plus Handwerk Und deswegen glaube ich, dass letztendlich jeder moderieren kann.

00:09:28: Die Persönlichkeit hat man – da kann man sich dran reiben!

00:09:31: Man kann die doof finden und gutfinden.

00:09:33: Man kann sie mögen oder auch gleich wegschalten wenn man sie nicht mag aber man sollte sich nicht verändern.

00:09:39: Nicht anders sein als man ist.

00:09:40: also das ist die Persönigkeit.

00:09:42: Vieles was dann passiert auf der Bühne ist wirklich Handwerk.

00:09:47: Das kann man lernen.

00:09:48: dafür ist Handwerk da.

00:09:48: Das ist wie jede Handwerksberuf ist das auch eine Fähigkeit, die man üben kann und trainieren kann.

00:09:54: Die man vor allem aber in verschiedenen Techniken auch lernen

00:09:58: kann.".

00:09:58: Das finde ich jetzt spannend!

00:09:59: Denn zu den top drei Ängsten weltweit gehört ja die Angst vor der freien Rede.

00:10:08: Und das ist sehr ermutigend wie ich finde wenn du sagst... Du bist du und klar mit deinen Fehlern und dem, woran du arbeiten magst oder eben auch nicht.

00:10:17: Aber das Handwerk selbst, dass entscheidet letztlich darüber, dass du es einfach kannst wenn du's Handwerk erlernen möchtest?

00:10:24: Ja

00:10:25: ich glaube es ist nicht die Angst vor der freien Rede Es ist die Angst von den Versaten bei der Freien Rede Und es is die Angst nicht perfekt zu sein auf der Bühne für anderen.

00:10:36: und die Angst kenne ich nicht Weil ich bin nie perfekt.

00:10:39: In keinem Moment meines Lebens bin ich annähernd perfekt und will es ja auch gar nicht sein, weil perfekt ist die KI.

00:10:45: Die kann das dann viel besser?

00:10:46: Dann rufe ich sie ab!

00:10:47: Naja, kommt drauf an was man sich fragt...

00:10:50: Ja, ich sage das nicht, dass ich nie perfekt bin.

00:10:53: Aber ja, die KI könnte mich mein Input nehmen, meinen Inhalt nehmen, meine Gesicht nehmen, meiner Stimme nehmen und sie wäre perfekt.

00:11:03: Aber damit verliert sie eben für mich bisher jedenfalls, das kann sich ja alles ändern.

00:11:07: Die Nähe und die Nähe zu den Zuschauenden ist ja für uns extrem wichtig in den Zuhörenden.

00:11:15: Und die Näher schaffst du nur wenn du nicht perfekt bist.

00:11:18: Es gibt einen schönen Satz von René Borbonus, den ich sehr mag und der hat gesagt Persönlichkeit ist die Abwesenheit von Perfektion.

00:11:30: Der ist eh bekannt für schöne Sätze.

00:11:32: Ich habe ihn auch kennengelernt und finde ihn ganz großartig.

00:11:36: Persönlichkeit ist die Abwesenheit von Perfektion, heißt man sollte gar nicht den Anspruch an sich haben perfekt sein zu wollen und die Fehler, die man macht und die werden passieren, annehmen.

00:11:48: Und selbst der Blackout ist etwas was jeder von uns kennt und es nimmt einem keiner übel.

00:11:53: und dann muss man halt dazu stehen und diesen Fehler nicht vertuschen oder diesen Moment nicht vertushen sondern zu diesem Moment steht hab ich auch schon gehabt ja passiert Die Welt geht trotzdem weiter.

00:12:04: Und es ist nicht, das ist kein Drama!

00:12:06: Ja und also für mich ist es... Du hast da noch einen zusätzlichen Aspekt reingebracht diese Angst vorm Versagen.

00:12:13: die kann ja wiederum unterschiedliche Ebenen haben.

00:12:17: Also zum Beispiel jetzt in meinen Coachings wenn sie kann ja immer eine Rolle spielen Ist es Zukunftsangst?

00:12:25: Dann kann eine Rolle spielen.

00:12:26: was denken die anderen über mich oder auch was du angesprochen hast bin ich dann perfekt?

00:12:32: Das sind dann innere Antreiber, um die es geht.

00:12:35: Für die, die zuhören gibt's eine Folge zu, zu inneren Antreibern.

00:12:38: und dann ist auch die Frage, die stelle ich mir häufig und da bin ich gespannt was du dazu sagst.

00:12:42: Ich frag mich weil ich so präsent bin.

00:12:45: wie möchte ich dass ich nachdem ich den Vortrag abgeschlossen habe im Gedächtnis bleibe?

00:12:54: Und das hilft mir zum Beispiel über dieses Zukunftsich mich teilweise zusammenzureißen?

00:13:00: Okay.

00:13:02: Es ist spannend, weil diesen Gedanken habe ich in meinem Leben noch nicht gehabt.

00:13:06: Ich hab noch nie gedacht wie möchte ich im Gedächtnis bleiben bei den anderen?

00:13:10: Aber was ich sehr oft denke es... Wie möchte ich das dieser Abend im Gedechnis bleibt oder dieser Moment oder diese Einsichten oder das was wir eigentlich auf der Bühne veranstalten wollten?

00:13:23: Wie inspirierend ist das für den ein oder anderen?

00:13:25: Das nennt man ja auch dann den Erzählwert.

00:13:27: Worüber sollen die nachher...?

00:13:29: Wenn Sie rausgehen, vielleicht im Foyer beim kleinen Buffet oder was auch immer.

00:13:33: Worüber sollen Ihre hinquatschen?

00:13:35: Was sind so die Dinge, die mir an diesem Abend wichtig waren?

00:13:38: und da glaube ich auch wenn es natürlich nicht immer gelingt das kann man sich vorher sehr genau vornehmen und kannst auch so steuern dass die entscheidenden Dinge wie ich sie möchte dann noch bleiben.

00:13:49: Das hast du viel schöner formuliert und das habe ich gemeint.

00:13:52: Also mit Ich nicht, dass das Ego Christ sondern wenn der Vortrag zu Ende ist über was wird dann gesprochen?

00:13:58: Genau!

00:13:58: Und das sorgt bei mir dafür, dass ich für mich sage die sollen nicht über dich reden Alter.

00:14:07: Ja und das kann ich mich zurückhalten.

00:14:09: ja weil sonst schweife ich dann auch gerne mal ab nicht aus einem selbstverliebten Narzissmus heraus, sondern aus so einem... Ich bin halt unfassbar präsent.

00:14:20: Und das ist nicht hilfreich wenn ich einen Vortrag halte wo es eben ins Thema geht und das ist dann diese Selbsterziehung in gewissen Maße.

00:14:29: Ja was mich natürlich in meiner Selbstreflexion später interessiert, ist natürlich deine Meinung dazu was ein guten Interviewer von einem schlechten unterscheidet?

00:14:43: Ich rede lieber über die Guten Und gute Interview, das zu Beginn sehr schön besagt finde ich.

00:14:51: Wenn es bei mir so ist für mich ein dritter Schlag, gute Zuhörer führen kein Interview und die führen ein Gespräch.

00:14:58: Das bedeutet natürlich bereitet man sich... Ich bereite mich auf jedes Gespräch intensiv vor, versuche sehr viel zu wissen von meinem Gesprächspartner.

00:15:09: Ich habe auch mal einen Fragenkatalog.

00:15:12: Und der ist sogar relativ systematisch mit, was mache ich am Anfang?

00:15:15: Warum das am Anfang, worüber reden wir Mitte und wie kann ich es am Ende nochmal spannend machen so im letzten Drittel dass sich nicht so ausrufert und plätschert dahin.

00:15:26: Wenn es dann aber so Momente gibt und da gibts ziemlich häufig, dass das Interview plötzlich in eine ganz andere Richtung geht weil Dinge gesagt werden die ich nehme mich auch nur an der persönlichen Begegnung war, weil dann Dinge gesagt werden, die der Körper sagt.

00:15:41: Die vielleicht die Stimme sagt und auch der Text sagt, die in eine ganz andere Richtung gehen?

00:15:45: Und ich das mitbekomme und zugehört habe oder das gesehen habe?

00:15:48: Dann kann das Gespräch einen ganz anderen Verlauf nehmen und wird eben kein Interview mehr mit dem Fragenkatalog, den ich abhaake, sondern ein Gespräch.

00:15:54: Und so selbstbewusst bin ich, dass ich sage, wenn es mich interessiert was gerade hier passiert, dann interessiert wahrscheinlich noch einige andere auch Ich mache mich da nicht zum Ego aber dann würde es an einige auch genau an dieser Stelle interessieren und dann bleibe.

00:16:07: Und da wir ja oft zeitlich gebunden sind, darf ich nicht plötzlich auch so von lange werden.

00:16:11: Nur weil mich der Punkt interessiert, dann muss ich trotzdem den Bogen wieder finden zu einem gescheitenen Ende und das gönne ich mir auszubrechen aus dem geplanten Interview und nachzufragen und nachzubohren wahrzunehmen und dann ist es ein Gespräch und das liebe ich.

00:16:25: Ja und dieses Gespür?

00:16:27: Das ist ja letztendlich auch bewiesen in dem Sinne... ... dass du schon so, so lange in der Fernsehlandschaft unterwegs bist und dich immer noch gehalten hast.

00:16:36: Das ist ja wirklich auch... Ja, nee jetzt ernsthaft!

00:16:38: Das bedeutet ja, dass die Menschen, die dein Interviews zuhören,... eben auch das Interessant finden, was du auch spontan interessant findest.

00:16:49: Und ich habe hier auch einen Fragenkatalog mir vorbereitet aber ... Ich hab nicht den Drang, den einhalten zu müssen in Ketten Aber wenn ich einen Hänger hab oder wir eine kleine Pause bekommen dann bin ich dankbar dass sich da drauf schauen kann.

00:17:03: und da gibt es ganz viel interessantes.

00:17:05: und ich bin jetzt schon enttäuscht, dass ich viele Fragen heute mit dir gar nicht besprechen kann weil die Zeit dann irgendwann auch vorbei ist.

00:17:12: ja

00:17:14: Ich erinnere mich an, als ich angefangen habe zu moderieren und die Chance bekommen, abzumoderieren ist eine der ersten Sätze, der mir von außen gesagt wurde.

00:17:23: Du weißt das ist ein Geschenk auf Zeit!

00:17:28: Und das hab' ich nie vergessen weil es stimmt.

00:17:30: Das kann dir genauso schnell genommen werden wie's dir gegeben wird Und dann musst du auch darauf vorbereitet sein, dass irgendwann einer sagt diese Nase passt mir nicht.

00:17:37: Der Inhalt passt mir nichts.

00:17:39: Die Jüngeren sind jetzt dran was alles total nachvollziehbar und verständlich ist.

00:17:43: Es ist ein Geschenk auf Zeit und ich betrachte das bis heute als ein Gesenk dies machen zu dürfen und weiß auch es kann in paar Wochen vorbei sein

00:17:51: klar.

00:17:52: Und ich denke die Haltung ist für alle ... Zuhörerinnen und Zuhörer eine gute, gesunde Haltung mit der man sich mal auseinandersetzen kann.

00:17:59: Denn das kann im Business genauso sein!

00:18:01: Das kann im Arbeitsplatz genauso sein... ...das kann im Kleinunternehmen oder im Konzern genauso sein.

00:18:06: Und das hilft aber natürlich auch enorm in Krisensituationen nicht an etwas festzuhalten was schon lange verloren ist?

00:18:13: Absolut!

00:18:14: Also tolle Haltung auf jeden Fall!

00:18:16: Ja und sie macht es einem leicht auch mit Niederladenden zu gehen weil du weißt Das wird kommen.

00:18:22: Und natürlich gibt es Sendungen, die ich auch abgeben musste.

00:18:24: Entschuldigt!

00:18:24: Es gibt auch Sendungen... Die eingestellt wurden ganz einfach und da war's vorbei.

00:18:28: Und er sagt keine, dafür kriegst du aber jetzt eine andere Sendung?

00:18:30: Und das ist okay so.

00:18:32: Absolut okay, so ist halt diese Regel.

00:18:35: Und es gibt Sendungen die laufen permanent, dann gibt es wieder neue Sendungen.

00:18:38: Da gibt es manchmal eigene Formate, die wir entwickeln.

00:18:40: Aber dieses Weggenommen bekommen ist nie ein schöner Moment.

00:18:46: Aber in dem Wissen dass für jeden Anfang auch ein Ende gehört Kann ich damit ganz gut umgehen?

00:18:53: Ja, und das ist einfach wichtig.

00:18:55: Und das ist auch für mich ein Weg erfolgreich zu sein... ...dass man das kann und nicht mit sich trägt als schweres Gewicht.

00:19:03: Wir waren ja mal zusammen essen bei einem Koch und der Koch ist ja auch... entfernt worden aus einer Sendung.

00:19:08: Nicht weil er irgendwie ein schlechter Koch ist oder kein lieber Mensch, sondern weil er einfach nicht diese Energie in der Lage war im Fernsehen zu transportieren, die den Zuschauer catcht zumindest nach subjektiver Auffassung der Menschen, die entscheiden ob jemand drin ist oder draußen ist.

00:19:24: Das

00:19:25: ist wichtig!

00:19:25: Weil er ist ein super Koch und er ist auch für mich sehr gut, weil er sehr sachlich war.

00:19:34: Ich mag das, wenn man sachlich ist.

00:19:36: Und die Dinge, die man beherrscht nicht übertrieben und schwellend und in tausend blumigen Worten erzählt was fürs Fernsehen vielleicht die bessere Möglichkeit wäre.

00:19:43: aber er hat seinen Wissen einfach weitergegeben auf eine sehr normale natürliche selbstverständliche Art und dann gibt es andere, die entscheiden

00:19:52: ob das funktioniert.

00:19:53: Das muss nicht immer richtig sein Aber es ist so.

00:19:57: Du hattest vorhin das Wort Niederlage gesagt kann ja durchaus auch sein.

00:20:03: Habe ich öfter mal in Trainings gehört dieses Thema, was mache ich wenn ich merke dass sich gerade meinen Gesprächspartner, meine Gesprächspartnerin verliere?

00:20:11: und das ist ja auch etwas was in Verhandlungen stattfinden kann, was in Mitarbeitergesprächen stattfinden können?

00:20:15: also du hast einfach diesen Impuls oder dieses Gefühl grad stimmt es nicht mehr.

00:20:23: Was hast du dafür Tipp?

00:20:26: Ich kann nur meine eigene Wahrheit sagen.

00:20:28: Das ist nicht der große Tipp, der in irgendwelchen vielleicht Büchern steht.

00:20:32: aber wenn es nicht so funktioniert im Miteinander was völlig normal ist, jeder Mensch kann mit jedem auf einer Wellenlänge sein oder wie du sagst man verliert sich auch mal zwischendurch dann ist für mich die einzige Möglichkeit mich zu hinterfragen in dem Moment Was habe ich jetzt falsch gemacht dass ich ihn verloren habe und wie kann ich mich ändern?

00:20:50: Ich bin, glaube ich nie in der Lage dem anderen zu sagen was er jetzt gerade mal ändern soll.

00:20:57: Weil das bringt nichts.

00:20:58: Das macht überhaupt keinen Sinn auf den Anderen zu zeigen.

00:21:01: Wenn liegt es an mir mindestens zur Hälfte und dann kann ich gucken was kann ich anders machen?

00:21:07: Was habe ich vielleicht falsch gemacht?

00:21:09: Bei mir ist es ganz hilfreich wenn da zwischen euch mein Film kommt Und dann habe ich zwei Minuten, drei Minuten Zeit und kann sagen komm lass uns nochmal ruhig setten.

00:21:14: Da ist was schief gelaufen oder wir fangen an der schon mal an oder was kann nicht anders machen?

00:21:19: Vor allem frage ich mich selber wo ich merke an welcher Scherapien verloren.

00:21:22: und dann mache ich einen Cut, einen klaren Cut und gehe auf ein anderes Thema und versuche ihn wieder zu bekommen.

00:21:27: Das macht zwar keinen Sinn da weiterzumachen.

00:21:30: Guter Tipp dieser Cut!

00:21:32: Und das ist ja letztlich ist ein Cut immer eine Pause.

00:21:35: Und auch der Beitrag, den du gerade genannt hast ist ja im Prinzip eine Pause.

00:21:39: Auch wenn die aufgezwungen sind nur genau das zu nutzen.

00:21:43: und als guter Verhandlerinnen-Verhandler ist eben auch empfehlenswert Mach-Pausen!

00:21:48: Bitte um Pausen können wir kurz unterbrechen?

00:21:51: Da ist niemand böse.

00:21:52: und wenn man die Sorge hat dass jemand böse ist dann sagt man halt ich müsste mal kurz auf Toilette.

00:21:56: okay ist ne Lüge Ich muss nicht auf Toillette aber in den zwei Minuten kann ich mich eben auch mal kurz resetten.

00:22:03: Genau, darum gehen.

00:22:05: Und was Schlagfertigkeit zum Beispiel angeht?

00:22:08: Man muss ja dann auch in einer gewissen Hinsicht auch schlagfertig sein.

00:22:10: Ich für mich festgestellt es geht nicht darum den ersten Knall rauszuhauen und dagegen zu halten bei Schlagfertigkeit.

00:22:16: Es geht oft darum auch für sich wieder ein bisschen Zeit zu gewinnen.

00:22:18: wenn man sich angegriffen fühlt

00:22:19: z.B.,

00:22:20: so sehe ich das, da muss ich erst mal Zeit gewinnen weil man immer richtig erschockt, indem man von dem Latz geknallt bekommt mit dem man umgehen muss und Zeit gewinnt heißt für mich zum Beispiel Schlag-Fertigkeit erstmal eine Rückfrage stellen Erst mal den anderen wieder fragen.

00:22:35: Es kann was banales Belandloses sein, es kann zum Thema sein... Wie hast du das gemeint?

00:22:39: Warum sagst du das so?

00:22:41: Wie ist das denn für dich?

00:22:42: Einfach den Ball wieder zurückgeben und für sich Zeit gewinnen um nachzudenken?

00:22:45: wie gehe ich damit jetzt um mit dieser Situation?

00:22:48: Für mich die beste Strategie.

00:22:50: Ja finde ich auch und ich find den Punkt den du genannt hast deshalb gut weil viele Schlag Schlagfertigkeits-Trainer, in meiner Meinung nach gibt es sowas ja gar nicht.

00:22:59: Aber es gibt sowas am Markt und die sagen eher Schlagfertigkeit kommt von Schlagen und das ist dann mehr so was.

00:23:06: da knall ich einem etwas hin.

00:23:07: also wie du's gerade gesagt hast aber Schlag Fertigkeit bedeutet in meiner Welt ausschließlich einen guten Wortschatz haben gut vorbereitet sein und flexibel sein dadurch.

00:23:15: Vorbereiten wird zu allem auch dazu?

00:23:18: Und da ist das Thema Rückfragen stellen was du ja angesprochen hast total hilfreich und klug, weil du hältst den Ball im Spiel.

00:23:24: Du bist also schlagfertig und der Andere ist wieder dran.

00:23:27: in der Zeit kannst du wieder überlegen oder gucken, was bekomme ich vor die Füße?

00:23:33: Gehe ich raus aus der Situation lasse ich mich drauf ein fällt mir etwas ein.

00:23:37: für mich ist es aber nie in der Form wie wir jetzt gerade überschlagfertigkeit rehen nie einen Bettel.

00:23:43: Weil wenn wir anfangen uns zu betteln und das geht vielleicht eh nur um Provokation dann eskaliert es irgendwann sowieso Und das führt zu gar nichts.

00:23:51: Also ich muss da nicht als Sieger aus irgendeinem Bettel hervortreten oder als Loser, für mich heißt auch das wieder... Ich bin ein großer Freund von deeskalieren, heißt das wieder bringe Ruhe rein!

00:24:03: An dem Punkt kann man auch einen Cut machen.

00:24:05: also wenn man sich angegriffen fühlt Schlagfertigkeit kann natürlich auch sehr humorvoll sein und sehr witzig sein und man reagiert auf eine Situation sehr klug und schnell.

00:24:13: und ich mag Menschen die schnell sind im Kopf

00:24:17: Oh, bitte!

00:24:18: Na gut.

00:24:18: Dann lass ich mir mal so stehen...

00:24:20: Das ist tatsächlich nicht so ein Schluck.

00:24:23: Was war das jetzt?

00:24:24: Und dann brauche ich Zeit und dann stelle ich die Frage zurück.

00:24:28: Okay aber jetzt nagellich dich fest es gibt vielleicht Menschen die genauso denken was legst du dir dafür zurecht weil du musst ja eine Lösung haben dass du sagst wenn die Situation kommt in einem live interview und ich habe das dass sich gerade zu langsam denke dass mich gerade nichts einfällt dann hast du doch garantiert was im bergzeughoffer was du dann tust

00:24:49: Ehrlicherweise, weil Vorbereitung so wichtig ist sehr selten vor.

00:24:52: Ich kann immer wie du sagst auf dem Thema hinlegen, auf das ich mich vorbereitet habe aber wenn es vorkommt dass ich nicht mehr so richtig weiter weiß dann mache ich eigentlich das einzige was ich mache is den anderen zu spiegeln.

00:25:08: Das heißt ich neben seinen letzten Teil der Antwort fasste mit meinen Worten noch mal zusammen und hoffe dass er den Gedanken weiterspielen den er gerade hatte.

00:25:18: Also ich spiegel sozusagen die Antwort und damit höre ich, habe ich keine Pause?

00:25:21: Keine Lücke.

00:25:23: Und natürlich kannst du dann Leute wie Hans-Peter Briegel kommen, die sagen, ja hab' ich doch grad gesagt.

00:25:29: Aber die Allermeisten... Ich mag den nicht falsch, weil ich mag den super gerne!

00:25:34: Weil er so ist, wie er isst.

00:25:35: Der denkt überhaupt nicht über irgendwelche vorbereiteten Formulierungen nach.

00:25:40: oder wie bringe ich es am besten rüber?

00:25:42: der ist wie er ist und das ist immer die beste Methode.

00:25:43: Ich finde es sehr, sehr lustig.

00:25:49: Aber oft funktioniert's und den Gesprächspartner sehen sich dann aufgerufen noch ein bisschen tiefer zu gehen in die Argumente, in die Geschichten, die sie da gerade erzählt haben.

00:26:01: Super Tipp!

00:26:03: Nur weil ich das nicht verstehe oder nicht in der See heißt das nicht dass die Zuhörer nicht sagen?

00:26:07: Ja geht mir genauso.

00:26:08: Deswegen hey Leute Wiederholt noch mal den letzten Teil des Satzes, das anderen oder fast ist nochmal in der Sache.

00:26:15: Wichtig mit anderen Worten zusammenfassend.

00:26:16: Genau nicht diese Worte wählen sondern...

00:26:20: So irgendwie oder ein Schlüsselwort wie also das mache ich zum Beispiel macht dass man wiederholen Schlüsselworte wie gesagt ja wir sind ja performants wichtig weil das Team und so soll so und so agieren, da sage ich Performance Ja genau.

00:26:30: dann geht es wieder weiter und dann hat man wieder wertvolle Sekunden irgendwie gewonnen.

00:26:33: genauso

00:26:34: Ja, prima.

00:26:35: Jetzt lass uns mal ein bisschen in die Gesellschaft gehen vom Moderatorn Job das ist ja so vieles ergänzt sich.

00:26:43: also ich finde spannend.

00:26:46: Ich versuche ja wirklich Menschen zu interviewen, die in ihrem Gebiet wirklich Experten sind.

00:26:50: Es gibt auch diese Podcasts da lädt jeder jeden ein damit man viele Folgen hat und sich wechselzeitig promotet.

00:26:56: Das mache ich nicht Und gehe damit das Risiko ein dass Menschen halt mir Absagen erteilen weil mein Podcast so klein ist oder weil ich zu wenig bekannt bin oder wie auch immer es gibt doch schon gewisse Muster was absolute Profis und Experten und Jahrluft nach oben ist.

00:27:09: immer Ist jetzt nicht Fishing for Compliments oder Schleimerei wirklich so gebündelt sagen das ist wichtig Und damit habe ich Erfolg.

00:27:19: Glaubst du, wir hören heute noch wirklich zu?

00:27:23: Ja oft ja!

00:27:26: Große.

00:27:26: Wir schließen nicht alle ein und es rechnigt das alles ein was sich in sozialen Netzwerken so an Kommentaren und an Provokationen und an Inhalten verkürzten sehe und lese aber in meinem Umfeld und mein Umfeld ist jetzt wirklich Fernsehen und Kollegen und Kolleginnen, und tolle Gesprächspartner.

00:27:49: Das ist ein ganz normales Umfeld wie es jeder von uns von euch hat.

00:27:54: in meinem Umfeld.

00:27:54: Es ist wichtig dass man sich zuhört Und das finde ich auch schön.

00:28:00: und mein umwelt meine umwelt ist auch meine kleine welt In der nämlich da schon so war Dass ich zugehört wird und sonst funktioniert sie auch miteinander gar nicht.

00:28:08: also ja Natürlich gibt es Ausnahmen.

00:28:13: für mich sind es ausnahm wo Menschen nur los werden wollen, was sie beschäftigt und auch nur darüber reden wollten.

00:28:20: Merken das manchmal gar nicht?

00:28:22: Dass Sie ja nur von sich reden und über sich reden!

00:28:25: Und Ihre Geschichten gerne loswerden wollen weil die alle so wahnsinnig wichtig sind.

00:28:31: und wenn man dann mal da reingreift ist es komplett oder wird es komplett ignoriert.

00:28:36: Das kommt vor dass gibt es auch und das ist glaube ich auch in der menschlichen Genetik so angelegt also bei manchen.

00:28:42: Aber mir macht es halt viel mehr Spaß.

00:28:44: Wirklich, was lerne ich denn in meinem Leben wenn ich nur von mir rede?

00:28:49: Da komme ich doch keinen einzigen Schritt weiter.

00:28:51: Ich lerne doch nur, wenn ich zuhöre von anderen Menschen und deren Blick auf die Welt.

00:28:56: Die brauche ich doch zwingend!

00:28:58: Und deswegen zuzuhören ist gar nicht weit weg.

00:29:02: übrigens das Wort Respekt.

00:29:05: Respekt kommt vom Respickere

00:29:09: d.h.,

00:29:10: den Anderen sehen.

00:29:11: Den Anderen wirklich sehen und zwar wirklich die Betonung, die auf diesem Wort auch wirklich sehen.

00:29:18: Und wenn man Respekt hat und den anderen sieht und hört dann ist das fürs gegenseitige erstens ganz richtig und für mich denn auch sehr wichtig um mich selbst zu hinterfragen und das mache ich ständig.

00:29:31: Jetzt sind wir beide in unserer Kindheit – auch wenn wenige Jahre uns trennen – sind wir beides in unsere Kindheit ohne Computer aufgewachsen?

00:29:42: Und ich finde erst mal sehr, sehr schön für die, die den Podcast öfter hören.

00:29:46: Deine Coping-Strategie, die du gerade angewandt hast... Ich habe ja einfach nur gesagt, glaubst du wir hören heute noch wirklich zu?

00:29:52: Du hast das so beantwortet in meiner Wahrnehmung als ob ich sage Wir hören uns viel weniger zu und hast eine wundervolle Copingsstrategie nämlich die positive Neubewertungen angesetzt und bist über den positiven Denkrahmen rangegangen was sich total großartig findet weil das ist ja auch ein Indiz dafür dass du da kein Schwarzerer bist sondern perspektivisch betrachtest.

00:30:14: Und jetzt sind wir beide ohne Computer und damit auch ohne Social Media aufgewachsen, und ich mag das tatsächlich als ganz neutral verstanden wissen – die Frage, die ich stelle – nämlich was glaubst du wie Social Media die Art, wie Menschen kommunizieren verändert hat?

00:30:35: Ich bin mir manchmal nicht sicher, was diese Welt mehr verändert hat, also Social Media uns oder wir Social Media beeinflusst haben, in der Art wie wir miteinander umgehen zum Teil und damit meine ich jetzt die, die Social Media benutzen.

00:30:57: Um ja ihre leicht billig gesagt ihre Likes und Unterstützung zu bekommen, um einfach nur Stimmen zu fischen Masse zu bekommen Mängel zu bekommen um damit vielleicht auch zu verdienen oder Aufmerksamkeit zu bekommen ist ja eine Währung heute Wer da wen mehr verändert hat.

00:31:19: Social Media war erst mal und ich weiß nicht aus welcher Generation du kommst, ich komme noch von wer kennt.

00:31:24: Ja natürlich,

00:31:25: so hat es angefangen.

00:31:25: Das ist eine ganz harmlose Plattform wo man miteinander einfach Menschen kennengelernt hat die man sonst nie kennengelernte und sich da ein bisschen ausgetauscht hat oder... Alte Freunde, Schülerinnen und Schüler aus der Klasse, die da getroffen haben und erfahren, was machen die heute?

00:31:42: So ging das los.

00:31:43: Das war harmlos und nett und lustig.

00:31:45: Studi-VZ!

00:31:47: Studi VZ!

00:31:48: Da

00:31:49: war ich nicht.

00:31:50: Ich habe mich übersprungen.

00:31:53: Dann kam bei mir schon Facebook, dann bin ich alles dort.

00:31:58: Und ich glaube wie es immer so ist wenn etwas mit guten Absichten auf die Welt kommt... ...dann gibt es Menschen die erkennen darin eine Chance, für sich das zu nutzen.

00:32:12: Und wenn heute – und das habe ich kürzlich mal gedacht – der mächtigste Mann in der Welt und nicht nur Social Media sondern die ganze Umgangssprache, das ganze Verhalten, das Ganze mit- und über Menschen reden so macht wie er es macht.

00:32:28: dann ist es ja kein Wunder dass Generationen, die jetzt aufwachsen mit diesem mächtigen Mann der Welt warum sollen sie einheitgebieten sagen?

00:32:37: unterhalten, warum soll ich anders kommunizieren als der Präsidenter USA?

00:32:41: Und da habe ich ein bisschen Angst vor dass es so selbstverständlich wird diese Flächen zu nutzen dem man daneben nicht mehr zuzusehen sondern nur noch seinen Standpunkt zuzulassen und alles andere auszuschließen.

00:32:58: Das ist die Befahrt, die ich sehe im Moment und das es von den Falschen benutzt wird.

00:33:05: Ich paraphrase dir das mal unter dem Thema Die Haltung entscheidet darüber, wie wir miteinander umgehen und nicht das Medium.

00:33:16: Warst du sehr schön formuliert?

00:33:18: Ja!

00:33:18: Ich hab's mal versucht.

00:33:19: Ich kann mal auf einem Satz sagen, wo ich jetzt fünf Minuten gebrauchen habe.

00:33:24: Wir biegen

00:33:25: in einer Einstellung die Haltung.

00:33:27: Wie bin ich?

00:33:27: Wie will ich auf andere wirken?

00:33:29: Und ich finde es... Ich setze unter anderem auch keine politischen Post ab.

00:33:34: Ich bin ja auch in diesen Netzwerken vertreten weil ich dann genau weiß was Das hat passiert in den Kommentaren.

00:33:41: Und ich brauche das nicht!

00:33:43: Wir biegen mal auf die Schlussgerade ein, so langsam... Ja?

00:33:47: Ich habe noch eine Frage.

00:33:49: und dann noch was zum Thema Quick Winds, wo du schnell antworten darfst oder dir auch Zeit nehmen darfst natürlich, ich schneide die Pausen raus.

00:33:59: Dann hört sich es schnell an.

00:34:01: Aber eins interessiert mich noch weil mich das persönlich inspiriert das zu wissen welche Eigenschaften nicht sollen haben, sondern welche Eigschaften haben Menschen mit denen du besonders gerne sprichst?

00:34:19: Die haben vor allem ein Verhalten.

00:34:24: Es sind sehr, sehr oft Menschen die etwas erlebt haben was sie in krisenhafte Situation gebracht hat.

00:34:36: Geben wir alle!

00:34:37: Da gibt es keine, der das nicht hat in seinem Leben.

00:34:40: Aber manchmal, und das finde ich besonders spannend wenn es existenzielle Fragen sind.

00:34:45: Ich sage jetzt mal, vielleicht soll nicht zu hart klingen aber eine Frau die ihr Bein verloren hat beim schweren Umfalt und nicht verharrt sondern zu einer Bergwanderin wird, zu einer Berggführerin wird obwohl sie nur ein Bein hat was für mich unvorstellbar ist.

00:35:01: Ich kann auch sagen Reuthek Tschüss!

00:35:04: Fußballer auf dem Weg Zu einem Profi-Vertrag in Köln.

00:35:08: im letzten Spiel für seine alte Mannschaft wird er so schwer verletzt, dass er sein Bein amputiert bekommt und wird mehrfacher Paralympischer Sieger Goldmedaillen in einer ganz anderen Sportart, in der Leichtathletik.

00:35:19: Und jetzt ist er mit Beckminton gerade unterwegs gewesen bei den letzten Olympialen oder aber auch der bewundere ich sehr Marcel Friederich ein Mann, der mit einem schiefen Gesicht aufgewachsen ist.

00:35:33: Ich hab den Beitrag von dir gesehen.

00:35:35: Ja, genau.

00:35:37: Der toller Mensch und der sehr, sehr gehänselt wurde ... Weil was kann man sich vorstellen?

00:35:43: Alle haben gesagt, lacht doch mal!

00:35:45: Das sah halt immer bescheuert aus für ihn oder lustig für Andorra.

00:35:48: Und für ihn war es unangenehm, der heute das Lächeln zu seiner Stärke gemacht hat.

00:35:54: Er sagt nicht ich bin das Problem.

00:35:56: Die anderen sind das Problem und ich möchte allen Mut machen die auch mit so einem Handicap auf die Welt gekommen sind.

00:36:01: Steht zudem was ihr habt... Und dann habe ich auch die Krebspatientin, die unterstellt ist.

00:36:07: Es gibt nicht den Weg aus dem Krebs herauszukommen aber die eigentlich schon die Diagnose bekommen hat.

00:36:12: du bist austherapiert mit Anfang dreißig und alle haben sich auf den Tod eingestellt und es wäre zu lang zu sagen was sie alles gemacht hat.

00:36:21: heute geht sehr gut.

00:36:24: Das sind die Geschichten wo ich lerne dass Menschen wozu Menschen fähig sind wozu menschen im Stande sind und das sind Menschen die nicht ein Problem verharren.

00:36:35: Es kann man ja so leicht sich aufgeben und sagen, was soll das alles?

00:36:38: Und die Welt ist schlecht.

00:36:40: Und die Regierung ist schlecht und die tun alle nichts für mich.

00:36:43: Ich lerne von diesen Menschen – ich habe vielleicht sehr, sehr leicht reden weil es mir sehr gut geht – dass es auch in den tiefsten Krisen an einem selber liegt diese zu überwinden.

00:36:55: Ist leider noch kein Schlusswort aber und ich meine das sehr wertschätzend, weil das könnte eins sein und es ist dieser Thrill Aber auch für mich noch viel mehr als der Thrill an den Stories, die er furcht vor dem.

00:37:10: Weil es ist was größeres, was da passiert, wie du selbst vollkommen richtig sagst.

00:37:16: Man gar nicht so nachvollziehen kann, weil man's nicht eben auch selbst ein Bein amputiert hat oder dass einem so schlecht geht.

00:37:24: Das

00:37:25: muss man auch gar nicht alles erleben!

00:37:26: Es reicht schon einen kleinen Moment in dem man steckt... Jetzt komme ich ganz banal auf meinem Beispiel eine Fernsehsendung weggenommen bekommt.

00:37:35: Ich weiß genug, ich kann da überhaupt nichts ändern und könnte mich dann auch in den Keller einschließen.

00:37:40: Und genau da bleiben muss sagen die Welt

00:37:41: ist schlecht.

00:37:41: Genau das ist...

00:37:42: Aber es hilft nicht!

00:37:42: Das ist eine Mauer.

00:37:43: also drehe ich rum und gehe in die andere Richtung und gucke welche Türen öffnen sich?

00:37:46: Es ist so billig gesagt aber es ist was dran.

00:37:50: So ist es und deswegen spielen ja auch gute Resilienztrainings ne wesentliche Rolle weil Resilience ist ja ein Modebord aber wenn dieser Muskel trainiert ist Dann ist genau diese Spanne zwischen, ich kriege die Fernsehsendung weggenommen und ich schaue wieder zuversichtlich nach vorne eben kürzer als wenn ich wie du sagst mich im Keller irgendwo einsperr und über den meinen Leid in dem Leben klagen.

00:38:17: Genau,

00:38:18: es ist auch gesündert für einen selber!

00:38:21: Also wenn man in diesem Ärger, den man nicht ändern kann verharrt und auf der anderen Seite wir kennen es aus dem Sport.

00:38:26: Wenn du dich ärgerst weil irgendwer schlecht verteidigt hat oder so dann nutzt du den Antrieb des Ärgers um besser zu sein.

00:38:33: also auch ein Ärger ist nicht per se was Schlechtes.

00:38:36: Ja ich mag übrigens Ehrgeiz Ich bin nicht ehrgeist im Sinne von Ellenbogen raus alles um mich weg oder so.

00:38:42: aber aus einer Situation so hervorzugehen nach dem Motto wie du jetzt erst recht Ich krieg das hin, ich wuppe das.

00:38:50: Ich will das und das motiviert

00:38:51: mich.".

00:38:52: Das ist der Crit.

00:38:54: Man kann jetzt nicht meinen Gesicht sehen im Podcast aber das ist dieser Crit ja?

00:38:58: Ja!

00:38:59: Okay so sieht's aus...und die Zähne gezeigt.

00:39:06: Gehen wir mal in die letzten Quick-Wins.

00:39:09: rein drei Dinge mit denen Menschen sofort souveräner wirken.

00:39:14: Drei Dinge heißt sei wie du bist heißt aber auch, trau dich so zu sein wie du bist.

00:39:22: und was nämlich als drittes?

00:39:24: Sei mutig.

00:39:26: Überwinde Dich!

00:39:27: Gibt den Satz Glück ist eine Überwindungsprämie.

00:39:30: wenn Du Angst vor etwas nassst geh rein überwinde das.

00:39:33: und in allermeisten Fällen wenn Du Dich überwunden hast und es funktioniert dann findest Du ein wahnsinnig großes Glücksgefühl.

00:39:40: Das ist die Prämie on top

00:39:41: Megasatz.

00:39:42: Glück isst eine Über windungsprämia.

00:39:45: Noch nie gehört, wunderschön.

00:39:46: Sehr gut!

00:39:47: Den schreibe ich mir jetzt auch auf bis ich ihn auswendig kann.

00:39:50: Ich werde dich aber sauber zitieren.

00:39:52: Zitier dann

00:39:55: Jens Kossen.

00:39:55: Der ist über den Weg gelaufen im Gespräch mit Frank Mercier dem ehemaligen Chef der Deutschen Depressionsliga

00:40:02: e.V.,

00:40:02: weil wir sprechen nächste Woche erscheint das über Depressionen in Business und was man wie man das erkennt usw.

00:40:10: Und der hat auch auf den Kossen Bezug genommen.

00:40:13: Tipptopp, ja.

00:40:14: Also das ist wirklich eine der nicht nur labert.

00:40:17: Okay!

00:40:18: Zweiter Quickwin?

00:40:19: Wie beginne ich stark ein Gespräch?

00:40:21: Ich beginne meine Gespräche mit Neugier.

00:40:25: Das klingt so banal aber wenn ich etwas über einen Menschen erfahren habe in der Recherche und Vorbereitung dann gibt es immer einen Punkt der mich wahnsinnig interessiert und den gehe ich hinein als allererstes und mit Wertschätzung.

00:40:41: also ich provoziere niemanden Markus Lanz, wenn man den beobachtet?

00:40:47: Ja!

00:40:48: Du machst die gerade ein bisschen nach.

00:40:50: Das ist die Körpersprache.

00:40:52: Die ist aber oft so zugewandt und nah und immer näher kommen.

00:40:55: Man kann nicht ausrichten oder von mir aus denken was man will.

00:40:58: Mir geht nicht um ihn jetzt auf einen großen Sockel zu reden.

00:41:02: Er macht das sehr gut finde ich.

00:41:04: Aber die ersten Fragen sind immer wertschätzend.

00:41:07: Erst mal ankommen.

00:41:08: Erstmal dem anderen das Gefühl geben Ich kann hier vertrauen Und die sind offen und die sind interessiert an den Menschen.

00:41:14: Ja, und... Die neue Idee genau das, die spiegelt ja dann das Interesse.

00:41:19: also deswegen Super-Tipp gerade für die, die nicht wissen wie soll ich anfangen?

00:41:25: Dritte und letzter Quickwin was kann man von Live TV über Stressregulation lernen?

00:41:33: Atmen!

00:41:35: Okay!

00:41:37: Wie ist das atmenlich?

00:41:38: Nein, Stressregulation heißt für mich macht den Switch im Kopf.

00:41:41: Ich kenne das.

00:41:42: Ich kenne da schon auch Stress zu haben vor etwas neuem unbekannten, einer neuen Sendung.

00:41:45: Eine neue Situation, eine neuen Bühne oder so... Aber wir haben anfangs mal über die Angst vor dem Versagen gesprochen und aus mir ist daraus geworden in der allerersten großen Darle, die ich moderiert habe, die Wahl der deutschen Wein- Majestät heißt es heute?

00:41:59: Ja, damals war er der Deutschen Weinkönigin, die hat jetzt zwanzig Jahre gemacht, beim ersten Mal Showtreppe große Bühnen auftreten.

00:42:05: Und da habe ich mir in den letzten Sekunden gesagt, bevor ich auf die Bühne gegangen bin und die Stimme aus dem Nichts kam.

00:42:11: Ihr Moderator ist jetzt Holger Wienpaal, was ich vorher noch nie gehört hatte.

00:42:15: Da hab' ich mir gesagt verdammter Hacke!

00:42:16: Hab jetzt Spaß!

00:42:18: Cool!

00:42:18: Und ab da war es mir egal, was mit mir an diesem Abend passieren.

00:42:23: Ob ich die Showtreppe runterfalle... ob ich einen Programmpunkt übersehe, ob es alles nicht passiert.

00:42:29: Aber das war mir egal und ich habe mich gefreut jetzt auf zwei schöne Stunden gemeinsam mit tollen Bewerberinnen, Kandidatinnen und dem Publikum, dass ich nicht kannte.

00:42:36: Und es ist nicht alles gut gelaufen aber das fand ich das Wichtigste.

00:42:39: Ja, das macht ja was mit einem schön!

00:42:41: Ey die Zeit ist vorbei und ich versuche wenn's die Zeit her gibt zum Schluss immer noch eine aktivierende Frage die auch ein Geschenk darstellen zu stellen.

00:42:50: und es gibt in der Psychologie sogenannte Superressourcen Und diese Ressourcen stärken Motivfelder, also es zum Beispiel die Ehrfurcht oder die Dankbarkeit oder die Entspannung.

00:43:01: Oder eine meiner Lieblingsressourcen, die heute aber nicht handkommt – die Mitfreude.

00:43:05: Also sich über die Freude eines anderen zu freuen und das total... Aber ich glaube, die fällt dir sehr leicht!

00:43:12: Ich würde dich gerne die verbliebene Super-Ressource fragen und zwar lieber Holger, worauf bist du wirklich, wirklich stolz?

00:43:22: Ich bin schon stolz darauf, dass ich mir in weiten Teilen mein Lebenstraum erfüllt habe.

00:43:28: Und das liegt nicht nur an mir, es liegt auch an anderen dem wir die Chance gegeben haben aber die Chance zu sehen und durch diese Tür zu gehen und den Mut zu haben das zu machen was sich immer machen wollte schon als Schüler Dass das gelungen ist ohne da sich diesen Weg straight verfolgt habe Es hat sich manchmal vorhergegeben Aber dann war die Chance eben da und das einfach gemacht zu haben Honen an links und rechts zu denken, darauf bin ich schon ein bisschen stolz.

00:43:52: Cool!

00:43:53: Und das sollst du auch sein weil es ist ein authentischer Stolz und der ist ganz ganz wichtig für die Testosteron- und Serotoninproduktion und für deine Selbstwirksamkeit.

00:44:03: Und deswegen ist es so wichtig, auch sich immer mal wieder zu vergegenwärtigen auf was bin ich authentisch stolz und das hochzuheben.

00:44:11: Ich hebe dich hoch!

00:44:12: Es war ein absoluter Genuss des Gesprächs mit dir.

00:44:15: Da war ganz viel drin, es war inspirierend und ich möchte mich dafür von ganzem Herzen bei dir bedanken.

00:44:20: Ich danke dir ganz herzlich hat großen Spaß gemacht und danke fürs Zuhören und Mitreden

00:44:25: Dankeschön.

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