035 NegotEmotion Zeitmanagement
Shownotes
Zeitmanagement: Du hast kein Zeitproblem
Wir alle haben 24 Stunden am Tag. Warum haben manche Menschen trotzdem ständig das Gefühl, keine Zeit zu haben?
In dieser Folge von NegotEmotion geht es um Zeitmanagement – allerdings weniger um To-do-Listen, Kalender-Apps und den Versuch, noch mehr Aufgaben in einen ohnehin vollen Tag zu pressen.
Im Mittelpunkt steht eine andere Frage: Was ist wirklich wichtig – und warum gewinnt trotzdem so oft das Dringende?
Ich nehme Dich mit durch die bekannte Eisenhower-Matrix und ihre vier Quadranten und zeige, warum gerade die Dinge, die wichtig, aber noch nicht dringend sind, häufig darüber entscheiden, wie unser Leben, unsere Beziehungen und unsere berufliche Entwicklung langfristig aussehen.
Wir sprechen außerdem darüber, warum Multitasking meist keine gute Idee ist, was Gewohnheiten und Wenn-dann-Pläne mit gutem Selbstmanagement zu tun haben, warum Delegieren und Nein-Sagen echte Zeitmanagement-Kompetenzen sind – und weshalb hinter Prokrastination manchmal weniger ein Organisationsproblem als ein emotionales Thema steckt.
Und natürlich geht es auch um Führung und Verhandlung: Denn gute Vorbereitung, Beziehungsarbeit, Strategie und persönliche Entwicklung haben eines gemeinsam – sie sind wichtig, lange bevor sie dringend werden. Eine Folge über Prioritäten, Aufmerksamkeit, Gewohnheiten, Selbstführung und die vielleicht wichtigste Frage im Zeitmanagement:
Was ist es wirklich wert, dass Du dafür einen Teil Deiner Lebenszeit hergibst?
🎙️ Viel Freude bei dieser Folge von NegotEmotion – besser verhandeln, wirken, führen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von NegotiMotion, besser verhandeln wirken und führen.
00:00:05: Heute sprechen wir über Zeit!
00:00:07: Und ich habe eine schlechte Nachricht für dich.
00:00:10: Du wirst nach dieser Folge keine einzige Minute mehr haben als vorher.
00:00:22: Nicht für Elon Musk, nicht für den Papst und auch nicht für die Vorstandsvorsitzenden eines DAX-Konzern.
00:00:30: Und noch nicht für diesen Menschen von dem du manchmal denkst – wie macht er das eigentlich alles?
00:00:35: Die Ressource ist also erstaunlich demokratisch verteilt!
00:00:38: Und trotzdem erleben manche Menschen ihren Alltag ungefähr so….
00:00:43: Ich habe keine Zeit, ich komme zu nichts, ich renne nur noch hinterher.
00:00:47: Ich müsste eigentlich ….
00:00:49: Also diese Woche war wieder völlig verrückt!
00:00:52: Und deshalb möchte ich heute eine These mit Detailen.
00:00:55: Vielleicht hast du gar kein Zeitproblem, vielleicht hast nun Prioritätenproblem oder ein Entscheidungsproblem oder einen Abgrenzungsproblem Oder ein Aufmerksamkeitsproblem oder Ein Gewohnheitsproblem oder manchmal auch ein Problem damit anderen Menschen Nein zu sagen.
00:01:14: und dann wird Zeitmanagement plötzlich sehr interessant denn Dann reden wir gar nicht mehr über Kalender Dann reden wir über Werte, über Ziele, über Emotionen, über Selbstführung und Überführung.
00:01:29: Und Moment, warte!
00:01:31: Natürlich, wir reden auch über Verhandlungen.
00:01:34: Denn jedes Jahr zu einer Aufgabe ist gleichzeitig eine Verhandlung darüber, wofür du deine begrenzte Lebenszeit einsetzt – und jedes Nein ebenfalls.
00:01:46: Ich finde den Begriff Zeitmanagement eigentlich so ein bisschen irreführend, denn Zeit lässt sich gar nicht managen.
00:01:51: Du kannst sie nicht beschleunigen!
00:01:53: Nicht verlangsamen?
00:01:55: Nicht anhalten und auch nicht
00:01:56: ansparen?!
00:01:57: Nicht ins nächste Quartal übertragen – am Jahresende bekommst du auch keine E-Mail.
00:02:02: Lieber Christian, Sie haben dieses Jahr dreiundvierzig Stunden nicht verbraucht.
00:02:06: Wir schreiben Sie Ihrem Zeitkonto für zweitausendseinzwanzig.
00:02:09: gut.
00:02:09: Schön wär's.
00:02:12: Was wir tatsächlich managen können sind... unsere Entscheidungen innerhalb der Zeit, unserer Aufmerksamkeit, unserer Energie, unsere Prioritäten, unsere Gewohnheiten und unsere Verfügbarkeit.
00:02:26: Und deshalb wäre der präzisere Begriff eigentlich Selbstmanagement in der
00:02:31: Zeit.".
00:02:32: Das klingt nur leider deutlich weniger sexy!
00:02:34: Ich habe mal eine Geschichte gelesen zum Zeitmanagement und die ging so... Till Eulenspiegel geht zu Fuß zur nächsten Stadt.
00:02:41: Ein Kutscher fährt an ihm vorbei und ruft, wie lange brauche ich bis zum nächsten Stadt?
00:02:45: Till antwortet sinngemäß wenn ihr langsam fahrt eine halbe Stunde.
00:02:48: Wenn ihr schnell fahrts ein halben Tag.
00:02:51: Der Kutsche hält ihn natürlich für bekloppt, treibt die Pferde noch stärker an Und eine Stunde später findet Till ihnen mit gebrochener Achse am Straßenrand.
00:02:59: Die Straße war nämlich vor der Schlaglöcher.
00:03:01: Ich lieb diese Geschichte weil sie unsere Arbeitswelt ziemlich gut beschreibt.
00:03:05: Wir glauben, wenn ich hinterher hink, muss sich schneller werden Mehr Mails, mehr Meetings.
00:03:10: Mehr Geschwindigkeit!
00:03:11: Mehr Multi-Tasking.
00:03:14: Noch schnell zwischen zwei Terminen einen Anruf im Taxi die Mails beantworten.
00:03:18: Beim Mittagessen Teams beim Abendessen noch kurz WhatsApp und irgendwann stehen wir sinnbildlich mit gebrochener Achse in Straßenkraben.
00:03:25: Das Problem war nicht die mangelnde Geschwindigkeit das Problem war zu wenig Steuerung.
00:03:31: Und genau deshalb beginnt gutes Zeitmanagement nicht mit wie bekomme ich noch mehr an meinen Tag?
00:03:36: sondern mit Was gehört überhaupt hinein?
00:03:40: Eine zweite Geschichte.
00:03:41: Zwei Radfahrer fahren ein Rennen, der eine ist Profisportler Topfit.
00:03:45: Schnell leistungsfähig!
00:03:47: Der andere ist Hobby-Fahrer deutlich langsamer aber... ...der Hobby Fahrer kennt das Ziel der Profi nicht.
00:03:53: Wer kommt an?
00:03:55: Wahrscheinlich der langsammere Fahrer Denn Geschwindigkeit ohne Richtung ist einfach nur schneller falsch.
00:04:01: Und genau dieser Gedanke steckt zum Beispiel im Bereich des smarten Ziele.
00:04:05: Ziele helfen dabei die richtigen Dinge zu tun.
00:04:08: Reine Effizienz ohne klare Zielrichtung kann dazu führen, dass wir nur schneller in die falsche Richtung laufen.
00:04:14: Und genau da beginnt für mich Zeitmanagement – nicht beim To-do sondern beim Wozu!
00:04:21: Frag dich einmal was sind die drei Dinge, die in deinem Leben gerade wirklich wichtig sind?
00:04:26: Nicht dringend sondern wichtig.
00:04:28: vielleicht sind das Familie, Gesundheit ein berufliches Projekt eine Beziehung Lernen Ein Unternehmen aufbauen, Zeit mit deinen Kindern an Buch schreiben.
00:04:41: Eine wichtige Entscheidung treffen.
00:04:43: und dann kommt die unbequeme Frage.
00:04:45: Sieht man das in deinem Kalender?
00:04:48: Das ist brutal!
00:04:49: Denn Kalender sind ehrlicher als Leitbilder.
00:04:52: Du kannst sagen meine Familie ist mir das Wichtigste Wenn dein Kalender gleichzeitig zeigt Montag bis Freitag sieben bis einundzwanzig Uhr Arbeit.
00:04:59: samstags Mails Sonntag Vorbereitung.
00:05:01: Dann hat dein kalender vielleicht eine andere Meinung.
00:05:04: Beruf und Leistung stehen neben Familie, Kontakten, Lernen, Erfahrungen und Lebensprioritäten.
00:05:11: Zeitmanagement wird bewusst nicht auf Produktivität reduziert.
00:05:15: Es gibt so eine Lebensperspektive, dass Beruf und Leistung neben Familie-, Kontakten-, Lernen-, Erfahrungen- und Lebensprioritäte stehen.
00:05:24: Für mich ist Zentralzeitmanagement ist Lebensmanagement Eine Übung ist zum Beispiel Die drei-Wünsche-Übung mit einer guten Fee oder irgendeinem anderen Fabelwesen.
00:05:35: Du bekommst drei Wünsche, hast dreißig Sekunden!
00:05:39: Was würdest du aufschreiben?
00:05:41: Interessanterweise schreiben Menschen dort selten.
00:05:44: ich möchte meine Email inbox besser sortieren.
00:05:47: Sie schreiben Dinge wie Gesundheit Liebe Freiheit Erfolg Familie Sicherheit Erlebnisse Sinn.
00:05:54: Genau deshalb gefällt mir diese Übung.
00:05:56: sie zwingt uns für einen Moment weg vom operativen und hin zum wesentlichen So, und dann machen wir einen Laptop auf.
00:06:02: Und verbringen zwei Stunden mit Mails die mit unseren drei Wünschen exakt nichts zu tun haben.
00:06:07: Das ist Paradox!
00:06:08: Wir wissen häufig ziemlich gut was uns wichtig ist.
00:06:11: Wir handeln nur nicht danach... ...und genau hier kommt TWITE THE EISENHAUER ins Spiel.
00:06:17: Das is so die berühmteste Matrix in Zeitmanagement.
00:06:21: Am neunzehnten August nineteen-fünfzig hält TWITE the Eisenhower eine Rede vor der zweiten Versammlung des World Council of Churches.
00:06:29: Dort zitiert er einen ehemaligen College-Präsidenten mit dem Gedanken, es gibt zwei Arten von Problemen.
00:06:35: Die dringenden und die wichtigen.
00:06:38: Und die Dringenden seien nicht die Wichtigen – die Wichtigsten wiederum selten das Dringende.
00:06:43: Historisch wichtig?
00:06:45: Eisenhower selbst hat nicht behauptet diesen Gedanken erfunden zu haben!
00:06:49: Es gibt auch keinen belastbaren Beleg dafür, dass er mit genau der heute bekannten Vier Felder Matrix gearbeitet hat….
00:06:55: Das wurde später im Zeitmanagement populär, besonders durch den absoluten Spitzen-Managementberater Stephen Cowie.
00:07:02: Das macht aber jetzt die Idee nicht schlechter wenn wir darüber reden.
00:07:04: Denn diese zwei Achsen sind unglaublich kraftvoll!
00:07:07: Erstens ist etwas wichtig und zweitens ist es dringend.
00:07:11: Und aus diesen beiden Fragen entstehen vier Felder.
00:07:13: Der erste Quadrant?
00:07:15: Ist das wichtig und dringende?
00:07:17: Das ist die Feuerwehr.
00:07:18: Etwas ist wichtig und muss jetzt passieren.
00:07:21: Deadline heute Mandant mit echtem Notfall.
00:07:24: Wenn mich jemand anruft und sagt, der Zoll oder die Strafsachenabteilung des Finanzamts steht vor meiner Tür mit einem Hausdurchsuchungsbefehl.
00:07:32: Dann muss ich sofort los – echter Notfall!
00:07:35: Oder das Kind ist verletzt oder ins Server ausgefallen.
00:07:38: Gerichtstermin Kunde droht abzuspringen.
00:07:40: Krise im Unternehmen Das sind Dinge, die du erledigen musst Und zwar jetzt Dagegen es überhaupt nicht einzuwenden.
00:07:47: Das Problem beginnt wenn Du dauerhaft in diesem Quadranten lebst Wenn dein ganzer Tag aus Feuerlöschen besteht.
00:07:55: Denn dann fühlt sich Arbeit wahnsinnig produktiv an, du rettest entscheidest reagierst bist voller Adrenalin und Tempo.
00:08:01: am Ende des Tages sagst du Wahnsinn was heute wieder los war Und manchmal steckt darin sogar ein bisschen stolz.
00:08:09: Aber eine unbequeme Frage lautet wie viele deiner Brände waren gestern noch kleine Rauchwolken?
00:08:15: Denn manches wird nur deshalb dringend weil wir es nicht erledigt haben als es noch dringent war Steuererklärung Mitarbeitergespräch, Vertragsverlängerung, Gesundheitsvorsorge, Nachfolgeplanungen, strategische Entscheidungen.
00:08:31: und dann plötzlich Feuer!
00:08:33: Der zweite Quadrant?
00:08:35: Etwas ist wichtig aber nicht dringend.
00:08:37: Sport, Gesundheit, Beziehungen, Strategie, Weiterbildung, Mitarbeiterentwicklung, Vorbereitung, Netzwerkpflege, Prävention gibt viele Dinge nach Folge Innovationen schreiben, nachdenken und sich erholen.
00:08:52: Das Problem ist diese Dinge schreien nicht – die klingeln nicht!
00:08:57: Die schicken keine rote Ausrufezeichen-Mail, sie rufen nicht Christian sofort und deshalb verlieren Sie gegen die Trinklichkeit.
00:09:04: Stephen Kowie hat genau dieses Feld besonders hervorgehoben.
00:09:07: Planung, Lernen, Erneuerung und langfristige Prioritäten liegen typischerweise im wichtigen aber nicht dringenden Bereich.
00:09:15: Ich glaube Quadrant II entscheidet darüber wie dein Leben in fünf Jahren aussieht.
00:09:19: Quadrant eins entscheidet darüber, wie dein Tag heute aussieht.
00:09:23: Also quadrant zwei über deine Zukunft und jetzt wird es interessant!
00:09:27: Ein Training morgen?
00:09:29: Quadrant Eins Die Entwicklung deiner Fähigkeiten über die nächsten zwei Jahre?
00:09:33: Quadran Zwei Ein akuter Konflikt mit einem Mitarbeiter?
00:09:38: Quadrant Eins Regelmäßige Beziehungspflege- und Feedbackkultur?
00:09:42: Quadrat zwei Herzinfarkt?
00:09:45: Quadrt eins Bewegung, Schlaf, Ernährung, Vorsorge.
00:09:51: Das Muster ist ziemlich brutal.
00:09:52: Quadrant II verhindert häufig Quadrant I, nicht immer aber oft und deshalb ist gutes Zeitmanagement nicht besser Krisenlösen sondern weniger vermeidbare Krisen produzieren.
00:10:04: Es könnte man sagen ja logisch dann mache ich einfach mehr wichtige Dinge.
00:10:09: Wenn es so einfach wäre gäbs vermutlich keine Zeitmanagementseminare.
00:10:12: Warum gewinnen dringende Dinge?
00:10:15: Weil Trinklichkeit emotional wirkt.
00:10:16: eine Mail mit Dringend Zieht Aufmerksamkeit.
00:10:21: Deine langfristige Strategie nicht?
00:10:24: Ein klingelndes Telefon verlangt Reaktion, dein Buchprojekt wartet höflich!
00:10:29: Ein Kunde schreibt bitte heute noch, deine Gesundheit sagt vielleicht zehn Jahre lang nichts bis sie irgendwann sehr laut wird.
00:10:37: und genau deshalb verwechseln wir häufig Lautstärke mit Wichtigkeit.
00:10:40: Das Dringende klopft an die Tür das wichtige sitzt still im Wartezimmer.
00:10:46: Quadrant drei.
00:10:47: etwas ist dringend aber nicht wichtig.
00:10:49: Das sind häufig die Dinge, die andere Menschen dringend finden.
00:10:53: Telefonate, Anfragen, Unterbrechungen und Meetings.
00:10:56: Hast du mal kurz?
00:10:56: Ich liebe diesen Satz!
00:10:57: Hast du einmal
00:10:58: kurz?!
00:10:58: Nein!
00:10:59: Aber jetzt bin ich schon emotional drin... Das Problem ist Dringlichkeit anderer Menschen wird unglaublich schnell zu unserer eigenen Dringigkeit.
00:11:08: Und hier kommt eine der wichtigsten Führungskompetenzen ins Spiel Delegation.
00:11:13: Wenn etwas erledigt werden muss aber nicht zwingend von dir Warum machst Du es
00:11:16: dann?!
00:11:18: Manchmal lautet die Antwort, na weil ich es schneller kann.
00:11:21: Bestimmt glaube ich dir!
00:11:23: Aber wenn du jede Aufgabe machst, weil du sie schneller kannst als dein Mitarbeiter wird dein Mitarbeiter sie nie so schnell können wie du.
00:11:30: Das ist das Delegationsparadox.
00:11:33: Du spaßt heute zehn Minuten und bezahlst dafür die nächsten drei Jahre.
00:11:37: Zeitmanagement ist häufig ein Nein-Management Ja?
00:11:40: Manchmal kannst du Quadrant III nicht delegieren.
00:11:43: Na du erinnert sich also nochmal QuadrantIII.
00:11:45: etwas ist dringend aber nicht wichtig.
00:11:47: Dann bleibt eine andere Option.
00:11:48: Du sagst einfach, nein!
00:11:50: Das ist interessant weil plötzlich Verhandlung ins Spiel kommt.
00:11:53: Hier man sagt kannst du heute nochmal kurz drüber schauen und du möchtest nett sein hilfsbereit kollegial.
00:11:57: also sagst du klar und innerlich scheiße Jedes Jahr hat Opportunitätskosten.
00:12:03: Wenn ich dir eine Stunde gebe fehlt sie woanders.
00:12:06: Deshalb ist ein gutes Nein nicht unfreundlich.
00:12:08: es ist Klarheit.
00:12:09: zum Beispiel Heute schaffe ich das nicht in der Qualität in der ich es machen möchte.
00:12:14: Ich kann morgen um elf Uhr zwanzig Ein paar Minuten dafür reservieren Oder das kann Anna deutlich besser und schneller beantworten, als ich.
00:12:21: bitte gehe direkt auf sie zu.
00:12:22: Oder nein dafür bin ich nicht der richtige Ansprechpartner.
00:12:26: Das ist Selbstmanagement und Führung und Beziehungskompetenz Denn ein unehrliches Ja dass später zu Frust führt Ist häufig schlechter als ein respektvolles Nein.
00:12:37: Dann kommt noch Quadrant IV.
00:12:38: Etwas ist weder wichtig nor dringend.
00:12:42: Jetzt kommen wir zum unangenehmen Feld.
00:12:44: Es ist wedder wichtig nor Dringend Und trotzdem tun wir es scrollen, swiping irgendwelche News zum dritten Mal lesen LinkedIn Instagram YouTube Mails sortieren die keiner braucht Dinge perfektionieren bei denen achtzig Prozent völlig reichen würden.
00:13:03: natürlich Erholung ist nicht automatisch Quadrant vier das möchte ich ausdrücklich sagen.
00:13:08: eine Stunde Netflix kann hervorragende Erholungen sein.
00:13:11: Ein Spaziergang kann hoch wichtig sein.
00:13:13: Mit Freunden quatschen kann für dein Leben wesentlich sein.
00:13:16: Quadrant IV heißt nicht, alles was keinen Umsatz bringt ist Zeitverschwendung!
00:13:21: Im Gegenteil... Das ist übrigens einer meiner Glaubenssätze die ich habe meine negativen Glauben setze die mich einschränken.
00:13:28: Alles was keinen umsatz bringt is Zeitverschwendungen.
00:13:30: So denke ich im ersten Impuls aber im zweiten weiß Ich Bullshit und da arbeite ich stetig dran.
00:13:35: Und die Lücke zwischen diesem Satz und einer klugen Handlung wird bei mir immer größer, und es wird immer besser.
00:13:42: Also man kann da auch wirklich viel viel tun und verändern aber in dem Satz erkenne ich mich zum Beispiel sehr wieder.
00:13:47: Entscheidend ist dient es bewusst einem Wert oder Ziel oder verschwinde ich nur darin.
00:13:53: Klassisches Beispiel Tiktok du swibes darum und plötzlich guckst auf die Uhr eine halbe Stunde rum.
00:13:59: Total bullshit!
00:14:01: Wirklich sorry.
00:14:02: ja ist auch ein Geschäftsmodell.
00:14:03: und nein Bullshit Zwei Stunden bewusst einen Film mit deiner Familie schauen, ist vielleicht Quadrant zwei.
00:14:10: Zwei Std.
00:14:11: automatisch durch Kurzvideos scrollen und danach nicht mehr wissen was du gesehen hast, Quadrant vier.
00:14:15: Der Unterschied ist nicht die Tätigkeit.
00:14:17: Der Unterschied ist oft Bewusstheit.
00:14:21: Jetzt möchte ich was tun... Was mir bei Modellen immer wichtig ist, Nicht verlieben!
00:14:26: Die Eisenhower Matrix ist nützlich aber sie ist keine Naturwissenschaft.
00:14:30: Wichtig ist subjektiv.
00:14:31: Für wen wichtig?
00:14:33: fürs Team, für den Kunden, fürs Unternehmen und meine Familie?
00:14:37: Und manche Aufgaben sind gleichzeitig wichtig und dringend.
00:14:40: Natürlich!
00:14:42: Die Welt lässt sich nicht immer sauber in vier Kästchen sortieren aber Modelle müssen die Welt auch nicht vollständig erklären.
00:14:48: Eine Landkarte ist nicht die Landschaft.
00:14:50: sie muss dir nur helfen dich besser zu orientieren und dafür ist der Eisenhower Quadrant die Eisenhower Matrix hervorragend.
00:14:57: Ich würde zur klassischen Matrix allerdings eine Frage ergänzen Wichtig wofür?
00:15:02: Wenn du diese Frage nicht beantworten kannst, ist wichtig.
00:15:06: nur ein Gefühl.
00:15:07: Ein Ziel gibt dir einen Referenzpunkt und genau deshalb passen jetzt zum Beispiel die Erkenntnisse über die Erstellung von Zielen – z.B.
00:15:16: smarte Ziele.
00:15:17: ganz wunderbar!
00:15:18: Denn über die Smart-Methode wird ein Ziel als konkret beschriebene Arbeits- oder Verhaltensendzustand verstanden.
00:15:25: Und es sind fünf Kriterien, fünf Buchstaben attraktiv, realistisch und terminiert.
00:15:35: Interessant ist die moderne Goal-Settingforschung also Zielsetzungsforschungen stützt den Kern davon ziemlich gut.
00:15:43: Locker & Latham zeigen über Jahrzehnte Forschung das insbesondere spezifische und anspruchsvolle Ziele verbunden mit Commitment und Feedback Leistung fördern können.
00:15:54: Smart ist also kein magisches Akronym, aber die dahinter liegende Idee ist gut.
00:15:57: Je klarer das Ziel, desto leichter die Priorisierung.
00:16:01: Zum Beispiel jetzt ich möchte mehr Sport machen – es ist kein gutes Ziel!
00:16:05: Ich möchte meine Mitarbeiter besser führen auch nicht.
00:16:07: Ich möchte weniger Stress noch schwieriger.
00:16:10: Was heißt mehr?
00:16:11: Was heißt besser?
00:16:11: Was heisst weniger?
00:16:12: Wann ist es
00:16:12: erreicht?!
00:16:13: Ein klareres Ziel wäre ich trainiere Montags, Mittwochs und Samstags jeweils mindestens dreißig Minuten oder Ich führe mit jedem direkten Mitarbeiter einmal pro Monat ein strukturiertes, dreißigminütiges Entwicklungsgespräch.
00:16:27: Oder ich habe jeden Mittwoch Vormittag von acht bis zehn Uhr einen ungestörten Strategieblock.
00:16:33: Jetzt kann dein Kalender damit arbeiten und jetzt auch Eisenhower damit arbeiten!
00:16:38: Denn plötzlich kannst du fragen – hilft diese Aufgabe meinem Ziel ja oder nein?
00:16:44: Und jetzt wird die Forschung spannend.
00:16:46: Menschen können ein Ziel sehr ernst meinen und trotzdem nichts tun, das kennen wir.
00:16:50: Ab Januar gehe ich dreimal pro Woche ins Fitnessstudio.
00:16:53: Januar?
00:16:54: Motiviert!
00:16:55: Februar, Karneval, März viel zu tun.
00:16:58: April – jetzt lohnt sich das vor dem Sommer auch nicht mehr.
00:17:01: Psychologisch gibt es eine Lücke zwischen Intention und Handlung Und einer der am besten untersuchten Methoden diese Lücke zu verkleinern sind sogenannte Implementation Intentions.
00:17:12: Also wenn dann Pläne Zum Beispiel Wenn ich Montags um achtzehn Uhr das Büro verlasse Dann fahre ich direkt zum Training Oder wenn ich morgens meinen Rechner öffne, dann arbeite ich zuerst forty-fünf Minuten an meinem wichtigsten Projekt bevor ich E-Mails öffnere.
00:17:30: Eine große Metaanalyse von Golvidzer und Sheeran über vierundneunzig unabhängige Untersuchungen mit mehr als achttausend Teilnehmern fand für solche Vendantpläne einen mittleren bis großen positiven Effekt auf Zielerreichung – das ist praktisch!
00:17:45: Nicht Ich sollte häufiger konzentriert arbeiten sondern Wenn x passiert, tue ich y. Interessanterweise ist das Thema Gewohnheiten da einfach auch super, super spannend.
00:17:57: Zum Beispiel über Tagesplanungen zu arbeiten die mit einem festen Auslöser gekoppelt werden.
00:18:03: Computer aus oder ich stelle jetzt Telefon um... Oder was mache ich dann?
00:18:09: Ich plan den nächsten Tag!
00:18:12: Also das ist ja im Kern so ein wenn-dann-Plan.
00:18:14: Ja, wenn ich den Computer ausschalte, dann plane ich den nächsten.
00:18:18: Das finde ich schön.
00:18:19: Viele klassische Zeitmanagementideen waren praktisch sehr klug, lange bevor wir jeden Mechanismus psychologisch präzise beschreiben konnten.
00:18:27: Philippa Lally und Kollegen haben Gewohnheitsbildung im Alltag untersucht – das Ergebnis?
00:18:32: Unterschiede waren enorm!
00:18:33: Bei den untersuchten Verhaltensweisen lag die Zeit bis zu einer hohen Aumannautomatisierung.
00:18:40: also wir sprechen hier von der Etablierung von Gewohnheiten, von Routinen.
00:18:46: Den halte ich hoch, indem ich es nochmal sage.
00:18:48: Bei den untersuchten Verhaltensweisen lag die Zeit bis zu einer hohen Automatisierung!
00:18:54: Jetzt kommt jetzt kommen die Zahlen!
00:18:56: Achtung!
00:18:56: Halt dich fest zwischen achtzehn und zwechundertfünfzig Tagen!
00:19:03: Wow!
00:19:04: Und ein einmaliges Auslassen hat dem Prozess nicht gleich zerstört oder so?
00:19:08: Das ist gut.
00:19:09: man kann auch mal fehlen ja... Man kann auch Mal einen Tag auslassen mit etwas aber Und es finde ich sogar entlastender, ja am Ende vom Tag.
00:19:19: Du musst nicht nach dreißig Tagen fertig sein und wenn du mal aussetzt beginnst du mich wieder bei null.
00:19:24: aber Gewohnheiten sind ein Trampelfahrt.
00:19:26: Je öfter du ihn gehst desto leichter wird er und ich find hochhoch bemerkenswert.
00:19:31: Es gibt eben Menschen die kommen schon in der Automatisierung nach achtzehn Tagen Aber es gibt auch all.
00:19:36: doch Menschen wie ich jetzt zum Beispiel die brauchen deutlich länger bis zu zweieinhalbfünfzig Tagen, die ich etwas kontinuierlich tun muss.
00:19:44: Bewusst tun muss, integrieren muss als Gewohnheit etablieren muss das es irgendwann läuft.
00:19:50: Zu dem Zeitpunkt an dem ich hier sitze und den Podcast aufnehme habe ich seit circa hundertsechzig Tage jeden Morgen zwei Minuten eiskalt geduscht.
00:19:59: Jeden morgen!
00:20:00: Und ich würde noch nicht sagen dass es zu einer Routine geworden ist also zu einer stabilen Gewohnkeit.
00:20:05: Es kostet mich immer noch eine hohe Überwindung aber ich zieh durch oder sechzehn zu acht.
00:20:11: Ernährung, ja, im Intervallfasten mache ich.
00:20:13: Und das seit zwei Jahren und ich würde sagen mittlerweile bis auf super wenige Ausnahmen funktioniert es sehr gut und darauf bin ich unfassbar stolz.
00:20:21: aber gebt euch die Zeit!
00:20:23: Es ist ein Marathon kein Sprint.
00:20:26: wir glauben gerne ich brauche mehr Disziplin und ich liebe den Satz Disziplinen ist die größte Form der Selbstliebe.
00:20:32: Ja vielleicht Aber jeden Tag alle Entscheidungen mit Willenskraft zu treffen ist voll anstrengend.
00:20:38: Besser?
00:20:38: Mach gewünschtes Verhalten leichter und unerwünschtes Verhalten schwerer.
00:20:44: Willst du morgens konzentriert arbeiten, dann lass das Mailprogramm aus, Handy aus, Kalenderblock, Dokument vielleicht schon offen haben.
00:20:54: oder willst du Sport machen, dann pack die Tasche schon zu dem Zeitpunkt an dem du noch nicht Sport machen willst.
00:21:00: Mache einen Termin fest!
00:21:02: Hab Partner-Partnerinnen mit der du Sport machst.
00:21:05: Nimm den direkten Weg.
00:21:06: Oder willst du abends abschalten?
00:21:08: Dann habt das Notebook und das Handy nicht am Ess-Tisch.
00:21:11: Macht die Benachrichtigungen aus!
00:21:13: Fällt mir sausau schwer, weil ich irgendwie immer gefühlt im Business unterwegs bin... Aber ich muss mich dazu erziehen.
00:21:20: Es ist nicht selbstverständlich ab achtzehn Uhr noch für andere Menschen da zu sein Also muss ich es auch nicht sein Und darf meine Lebensqualität erhöhen damit ich noch fitter zu den üblichen Zeiten für Menschen da sein kann.
00:21:33: Ein gutes System fragt nicht wie werde ich morgen ein stärkerer Mensch sondern Wie gestalte ich die Situation so, dass das gewünschte Verhalten wahrscheinlicher wird?
00:21:41: Das ist schlau.
00:21:44: Jetzt kommen wir zu einem meiner Lieblingsirtümer – Ich kann gut multitasking!
00:21:48: Nein!
00:21:49: Also du kannst laufen und reden, atmen und Kaffeetrinken aber bei zwei anspruchsvollen kognitiven Aufgaben tun wir meistens nichts Gut wenn wir es gleichzeitig tun.
00:22:00: Wir wechseln und jeder Wechsel kostet.
00:22:03: Die Organisationsforscherin Sophie Leroy hat dafür einen schönen Begriff geprägt Attention, Residue.
00:22:10: Aufmerksamkeitsreste.
00:22:13: Wenn du Aufgabe A verlässt und zu Aufgabe B springst bleibt ein Teil deiner Aufmerksamkeit noch bei A besonders wenn A nicht abgeschlossen ist.
00:22:22: In Experimenten zeigte sich dass diese Rückstände die Leistung bei der nächsten Aufgabe beeinträchtigen können.
00:22:29: Kennst Du das?
00:22:31: Du schreibst einen anspruchsvollen Text Teams Nachricht Du antwortest.
00:22:35: Zurück, wo war ich?
00:22:36: Weiter!
00:22:37: Telefon zurück... Was wollte ich
00:22:38: sagen?!
00:22:38: Mail!
00:22:39: Zurück nach zwei Stunden bist du völlig fertig und denkst dich hab unglaublich viel gearbeitet.
00:22:44: Vielleicht aber dein Gerinn ist es jedenfalls Marathon gelaufen, aber wahrscheinlich war die Qualität halt kacke.
00:22:50: Entschuldigung.
00:22:51: Deshalb würde ich Zeitmanagement heute in der heutigen Zeit mit den heutigen Erkenntnissen immer um Aufmerksamkeits-Management ergänzen.
00:22:59: Denn eine freie Stunde ist nicht automatisch eine produktive Stunde.
00:23:03: Wenn ich sie in zwölf Stücke zerhacke, bleibt wenig tiefer.
00:23:06: Deshalb!
00:23:07: Für wichtige Quadrant-Zweiarbeit brauchst du oft geschützte Zeitblöcke – nicht zwölft Stunden Deep Work.
00:23:14: Bleib realistisch.
00:23:16: Aber vielleicht forty-fünf Minuten?
00:23:18: Sechzig oder neunzig Minuten ohne E-Mail, ohne WhatsApp, ohne Telefon, ohne Teams oder Zoom und das ist in vielen Unternehmen fast eine revolutionäre Idee.
00:23:31: Eine Stunde, in der niemand erreichbar ist.
00:23:33: Was ist denn wenn was passiert?
00:23:35: Oh Mann!
00:23:36: Dann passiert es eventuell eine Stunde ohne dich.
00:23:40: Die meisten Organisationen überleben das erstaunlicherweise Gerade Führungskräfte Und ich nehme mich damit rein Verwechseln-Erreichbarkeit mit Führungen.
00:23:50: Meine Tür steht immer offen Klingt nett Kann aber bedeuten Ich habe keine Kontrolle Über meine Aufmerksamkeit.
00:23:56: Eine offene Tür Ist eine Beziehungshaltung.
00:23:58: Sie muss nicht heißen Er unterbrich mich jederzeit wegen allem.
00:24:02: Du kannst sagen, wenn etwas wirklich kritisch ist kommt zu mir.
00:24:05: Für alles andere haben wir feste Zeiten – das schafft Klarheit und übrigens auch Selbstständigkeit!
00:24:12: Denn wenn Mitarbeiter jede kleine Entscheidung sofort nach oben delegieren können lernen sie irgendwann nicht entscheiden, fragen und dann sagt die Führungskraft, ich komme zu nichts weil alle ständig was für mich wollen.
00:24:22: ja vielleicht hast du das System ja mitgebaut.
00:24:26: Menschen arbeiten und kommunizieren halt unterschiedlich.
00:24:29: Extravertierte gewinnen Klarheit häufig im Austausch und denken laut.
00:24:32: Introvertierte brauchen eher Ruhe, Reflexion und Zeit bevor sie Position beziehen.
00:24:37: Das hat massive Konsequenzen fürs Zeitmanagement.
00:24:41: Ein hochextravertierter Mensch kann Energie aus Meetings ziehen.
00:24:43: ein stark introvertieter Mensch braucht nach vier Meetings vielleicht erstmal Ruhe.
00:24:48: Ein strukturierter Menschen liebt Plan Liste Termin Abschluss.
00:24:52: Ein flexibler Mensch braucht Freiraum Option Spontanität.
00:24:56: Das bedeutet, es gibt eben auch nicht den perfekten Zeitplan für jeden Menschen.
00:25:01: Ein extrem durchgetaktetes System kann für den einen befreiend sein, für den anderen ein Gefängnis.
00:25:07: und deshalb ist gutes Zeitmanagement nicht – mach' es so wie dieser Produktivitätsguru sondern verstehe wie du arbeitest und baue ein System das dich unterstützt ohne deine blinden Flecken zu füttern.
00:25:21: Und jetzt Vorsicht!
00:25:22: Präferenz ist keine Entschuldigung.
00:25:23: Ich bin halt flexibel, ist keine Lizenz für.
00:25:26: ich halte grundsätzlich keine Termine ein!
00:25:29: Ich bin extravertiert bedeutet nicht deshalb unterbreche ich jetzt jeden alle drei Minuten.
00:25:53: TMS-Profileanfertige beschreibt gerade deshalb blinde Flecken und empfiehlt fehlende Funktionen durch Methoden, Rollenverteilung, externe Unterstützung oder Training abzusichern.
00:26:05: Das ist clever!
00:26:07: Ja?
00:26:07: Wenn was nicht meine natürliche Stärke ist dann baue ich eine Krücke – ein Kalender, eine Checklist, eine Assistentin, einen Assistent in Reminder, eine Routine für Augenprinzip.
00:26:18: Nicht weil du schwach bist.
00:26:22: sondern weil Systeme intelligenter sein können als spontane Selbstdisziplin.
00:26:27: Auch diese Erkenntnis schriftliche Planung schlägt Kopfplanung, es ist einfach ein Satz den ich auch aus meiner TMS Ausbildung kenne, Teammanagement-System, Planung ist schriftlich oder keine Planung.
00:26:39: Natürlich ist das zugespitzt aber die Richtung stimmt.
00:26:41: warum?
00:26:42: Weil dein Kopf ein miserabler Speicher für offene Aufgaben ist!
00:26:46: Denkt dran den Müller anzurufen, Präsentation fertig machen, Geburtstagsgeschenk Vertragsprüfung, Zahnarzt Podcast vorbereiten.
00:26:53: Wenn du versuchst das alles mental festzuhalten, läuft im Hintergrund ständig nicht vergessen, nicht vergessen... Schreib's aus!
00:27:01: Ja?
00:27:02: Nicht vergessen.
00:27:03: Schreib es raus.
00:27:05: Kalender oder verlässliches Tasksystem.
00:27:07: Dann musst dein Gehirn nicht gleichzeitig denken und erinnern.
00:27:12: Aber Jetzt kommt die andere Seite.
00:27:14: Menschen können sich auch zu Tode planen.
00:27:16: Es gibt Planungsriesen und Umsetzungszwerge.
00:27:19: Und das finde ich vom Bild einfach so schön!
00:27:21: Kennst du diese To Do App-Menschen?
00:27:23: Die haben Farben, Tax-, Prioritätsstufen unter Projekte, Automationen, Widgets, Synchronisation mit drei Geräten.
00:27:30: und die eigentliche Aufgabe noch nicht angefangen.
00:27:34: Organisation kann produktiv sein – sie kann aber auch sehr elegante Prokrastinationen sein.
00:27:40: Deshalb irgendwann tun.
00:27:44: Genau dazu passt das Konzept der Microhabits.
00:27:47: Nicht ich räume heute das ganze Arbeitszimmer auf, sondern vierzig mal vierzig Zentimeter.
00:27:54: Nicht!
00:27:55: Ich schreibe heute das Buch, sondern eine Seite.
00:27:58: Nicht ich mache meine komplette Strategie, sondern ich notiere drei zentrale Fragen.
00:28:05: Der minimale Schritt soll so klein sein dass er kaum Widerstand auslöst und oft führt der Einstieg dann freiwillig zu mehr.
00:28:14: wie mach ich es?
00:28:16: die ich führe drinstehen, jeden Tag als Aufgabe acht Sit-Ups.
00:28:22: Also Bauchmuskelübungen macht da unterschiedliche aber nur acht und die schaffe ich!
00:28:27: Und manchmal halt eben auch achtzig.
00:28:31: Aber die acht, die will ich als Ziel jeden Tag schaffen.
00:28:34: Es ist so ein kleiner Schritt.
00:28:35: einfach mal um Boden legen, acht Crunches machen das kriegt man hin.
00:28:39: Das krieg' ich hin.
00:28:41: Und das ist psychologisch klug denn wir fürchten häufig nicht die Aufgabe Wir fürchten ihren gefühlten Berg.
00:28:46: deshalb Mach den Einstieg lächerlich klein.
00:28:50: Nur fünf Minuten, nur Absatz eins.
00:28:53: Nur Schuhe anziehen.
00:28:55: Nur Datei öffnen und danach darfst du aufhören.
00:28:59: Häufig tust du es nicht!
00:29:02: Und hier kommt ein spannender Input für Negoti-Motion.
00:29:05: Prokrastination ist nicht immer mangelndes Zeitmanagement.
00:29:08: Manchmal ist sie Emotionsmanagement.
00:29:10: Wir verschieben Aufgaben weil Sie etwas auslösen Angst Überforderung Langeweile und Unsicherheit.
00:29:17: Charme Perfektionismus, Angst vor Bewertung.
00:29:21: Wenn ich eine Präsentation nicht anfange liegt das vielleicht nicht daran dass sich nicht weiß wie Kalender funktionieren?
00:29:26: Vielleicht denke ich was wenn sie schlecht wird?
00:29:30: Wenn ich einen schwierigen Mitarbeiter nicht anspreche ist kein Zeitproblem!
00:29:34: Vielleicht ne
00:29:35: Konfliktangst?!
00:29:36: Wenn ich die strategische Entscheidung seit drei Monaten von mir her schiebe vielleicht verliere ich mit jeder Option etwas.
00:29:42: Das ist emotional Und dann hilft dir der beste Kalender nur begrenzt.
00:29:46: Dann musst du fragen, was vermeide ich gerade eigentlich?
00:29:50: Das ist häufig die interessantere Frage.
00:29:53: Weitere großer Zeitfresser und da kannst du auch nochmal in die Archetypen reinhören, die Folgen im Podcast oder die inneren Antreiber reinhühren sind so Zeitfresser.
00:30:02: Ich möchte es richtig machen.
00:30:03: das klingt zwar hervorragend aber manchmal bedeutet richtig perfekt und perfektes teuer.
00:30:09: Ja Die frage hier wäre zum Beispiel welche Qualität braucht diese Aufgabe?
00:30:13: Wirklich, wirklich.
00:30:14: Oder was wäre hier eine sehr gute Achtzig-Prozent-Lösung?
00:30:18: Nicht schlampig nicht mittelmäßig aber ausreichend gut für den Zweck.
00:30:22: und bei welchen zwanzig Prozent meiner Aufgaben brauche ich tatsächlich hundert Prozent?
00:30:26: Das ist ne wichtige Unterscheidung!
00:30:29: Nicht überall schneller werden sondern Qualität dort investieren wo sie wertschafft.
00:30:34: Ich versuch in letzter Zeit auch Puffer irgendwo einzuplanen.
00:30:39: Realität braucht Puffer, Menschen brauchen Puffa, Denken braucht Puffs.
00:30:44: Also einfach so Zeitslots!
00:30:45: Und interessanterweise ist freie Zeit im Kalender nicht automatisch eine unproduktive Zeit.
00:30:50: Sie schafft eine Reaktionsfähigkeit, Reflexion, Übergänge, acht Situps machen, manchmal die besten Ideen... Also wenn dein Kalender zu hundert Prozent ausgelastet ist dann bist du nicht maximal produktiv.
00:31:01: Du bist maximal fragil.
00:31:04: Das ist wie ne Autobahn mit Hundert Prozent Auslastung.
00:31:06: Ein kleiner Unfall und kompletter Stillstand.
00:31:09: Deswegen, plane nicht nur Arbeit.
00:31:12: Sondern plane auch Erholung!
00:31:15: Nimm dir Zeit zum Arbeiten, zum Nachdenken, zum Spielen, zum Lesen und so weiter.
00:31:21: Nimm Dir die Zeit zum Planen – dann hast du Zeit für andere Dinge.
00:31:25: Ja?
00:31:25: Zeitmanagement nicht nur als Technik zu verstehen um noch mehr Arbeit in den Tag zu stopfen sondern Zeitmanagement auch als Mittel zu verstehen, um Raum für Leben zu schaffen.
00:31:35: Das ist der eigentliche Sinn.
00:31:36: Wenn dein Zeitmanagement dazu führt, dass du jetzt statt zehn Stunden, zwölf Stunden produktiv arbeiten kannst hast vielleicht irgendwas missverstanden.
00:31:45: Die Frage ist nicht wie bekomme ich maximal viel Arbeit in meinem Leben sondern wie bekam ich das was mir wichtig ist zuverlässig in meine begrenzte Zeit?
00:31:52: und deswegen is die Work-Life Balance auch die verdammt falsche Metapher!
00:31:56: Die Frage es doch passt die Verteilung meiner Zeit zu meinen Werten und meiner aktuellen Lebensphase?
00:32:07: Es gibt Phasen, in denen Arbeit mehr Raum bekommt.
00:32:09: Gründung, Transaktion, Projektkrise, Probezeit und so weiter... Aber aus einer Phase darf kein unbewusstes Dauerleben werden!
00:32:18: Aber Work-Life Balance?
00:32:20: Das finde ich echt problematisch diesen Begriff, denn Arbeit ist ja auch Leben – zumindest hoffentlich.
00:32:27: Also für mich geht es nicht um Fünfzig Prozent Arbeit und fünfzig Prozent Privat.
00:32:31: nochmal.
00:32:32: Passt die Verteilung zu meinen Werten unter meiner aktuellen Lebensphase.
00:32:36: Deine Kalenderwoche ist eine Verhandlung mit deinem zukünftigen Ich.
00:32:39: Deswegen könntest du Sonntags oder Freitags deine kommende Woche planen und dann kannst Du mit deinim zukünftigem Ich verhandeln!
00:32:46: Das heutige ich sagt, Dienstag sieben Uhr Sport.
00:32:49: Das Dienstagmorgen ich sagt... Wer hat diesen Unsinn in meinen Kalender geschrieben?
00:32:53: Du das vergangene ich und jetzt beginnt ne Verhandlungen.
00:32:57: Deshalb müssen Pläne eben auch realistisch sein nicht für die Idealversion von dir sondern für den echten Menschen.
00:33:04: Nicht ab morgen stehe ich um vier Uhr dreißig auf, meditiere forty-fünf Minuten.
00:33:08: lerne Mandarin, laufe zehn Kilometer und schreibe vor dem Frühstück zwanzig Seiten.
00:33:13: Wenn du heute bis acht Uhr fünfzehnt schläfst und morgens Menschen hasst, ist es vielleicht etwas ambitioniert.
00:33:19: Plane so dass dein zukünftiges Ich eine faire Chance hat!
00:33:24: So und deshalb noch ein paar Tools.
00:33:26: zum Abschluss die fünf wichtigsten Zeitmanagement fragen Ist das wirklich wichtig oder muss ich das tun?
00:33:33: Oder muss es jetzt passieren?
00:33:35: Oder, welche Qualität ist wirklich erforderlich.
00:33:38: Oder was sage ich?
00:33:40: oder zu was sage Ich?
00:33:42: nein wenn ich hierzu ja sage Wenn du die klassische Eisenhower Matrix morgen verwenden möchtest.
00:33:48: machs praktisch.
00:33:48: Nehme ein Blatt vier Felder und schreibe alle offenen Aufgaben hinein.
00:33:52: Wichtig und dringend tun.
00:33:55: Anschließend fragen Warum wurde das Dringend Im Feld wichtig Und nicht dringende terminieren und zwar im Kalender Nicht auf einer Wunschliste.
00:34:03: Im Feld dringend und nicht wichtig delegieren, begrenzen oder neu verhandeln.
00:34:08: Und im Eck Nicht Dringend & Nicht Wichtig streichen oder bewusst als Erholung definieren!
00:34:15: Und dann bitte mein Zusatz schreibst du in jedes Feld Warum ist das wichtig?
00:34:21: Und wenn Du darauf keine Antwort hast überprüfe die Einordnung.
00:34:26: Wenn Du aus dieser Folge nur eine einzige Gewohnheit übernimmst an diese Reserviere bitte einmal pro Woche einen festen Block für Quadrant II.
00:34:36: Und stell dir drei Fragen, was ist nächste Woche wirklich wichtig?
00:34:40: Was könnte dringend werden wenn ich es jetzt ignoriere?
00:34:43: und was soll bewusst nicht in die Woche?
00:34:47: Das ist echte Priorisierung!
00:34:50: Denk auch an die Vendantpläne – und wenn du das Interview mit Marcel Simono gehört hast oder meine Reflexion darüber Dann erinnerst du dich vielleicht an den schönen Satz Check Your Instrument.
00:35:00: Und heute würde ich jetzt ergänzen, check your calendar Denn dein Kalender erzählt eine Geschichte Worüber?
00:35:06: Über deine tatsächlichen Prioritäten Nicht deine Behaupteten.
00:35:10: Wenn jemand deinen Kalender der letzten sechs Monate sehen würde Was würde er glauben was dir wichtig ist?
00:35:17: Zu guter Letzt nochmal ganz kurz etwas zu verhandeln.
00:35:20: Vielleicht fragst du Dich Chris Nicotimotion Ist doch ein Podcast über Verhandlungen Wirkung und Führung.
00:35:24: Warum jetzt Zeitmanagement?
00:35:26: Weil jede Verhandlung Vorbereitung braucht.
00:35:28: Und Vorbereitungen liegt fast immer in Quadranten zwei!
00:35:32: Die Verhandlungen morgen ist dringend, die Vorbereитung vor zwei Wochen war nur wichtig.
00:35:37: Genau deshalb wird sie so oft zu spät gemacht.
00:35:39: Dann sitzen Menschen am Tisch und improvisieren ohne Interessenanalyse, ohne Buttner, ohne Szenarien, ohne Rollen oder ohne Ziel – und hinterher heißt es «Oh, die Verhandlinge war schon schwierig».
00:35:49: Vielleicht… vielleicht war deine Vorbereitation schwierig?
00:35:53: Das gleiche gilt für Führung Krisengespräch Quadrant I. Regelmäßige Mitarbeiterentwicklung Quadrant II.
00:36:00: Eskalation mit dem Kunden QuadrantI Beziehungsaufbau davor QuadrantII NegotiMotion findet also nicht erst am Tisch statt, es beginnt im Kalender.
00:36:12: und damit möchte ich dich entlassen!
00:36:16: Mit meinen Learnings zum Zeitmanagement.
00:36:18: Erstens Du kannst Zeit nicht managen du kannst nur Dich selbst in der Zeit steuern.
00:36:23: Zweitens Geschwindigkeit ersetzt keine Richtung.
00:36:27: Drittens, unterscheide Konsequenz zwischen dringend und wichtig.
00:36:31: Viertens, deine Zukunft entsteht vor allem in Quadrant zwei – wichtig aber nicht dringende!
00:36:37: Fünftens, jedes Jahr ist gleichzeitig ein Nein zu etwas anderem.
00:36:42: Sechstens, Ziele müssen so klar sein dass sie Entscheidungen ermöglichen.
00:36:47: Siebtens, gute Vorsätze werden stärker wenn du sie in konkrete Vendantpläne übersetzt.
00:36:54: Achtens Schütze Deine Aufmerksamkeit.
00:36:57: Ständiges Task-Switching hat einen Preis.
00:37:01: Neuntens, Gewohnheiten entstehen nicht nach einer magischen Zahl von Tagen – Wiederholung, Kontext und Geduld sind wichtiger!
00:37:09: Und letztens, dein Kalender sollte nicht nur zeigen was Du erledigen musst.
00:37:15: Er sollte zeigen, was Dir wichtig ist.
00:37:18: Danke fürs Zuhören.
00:37:20: Hab noch ne schöne Woche.
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